Lesestunde

Umfrage: Deutsche überschätzen Stromkosten von E-Reader und Handy

Wie hoch liegen die Stromkosten beim E-Book-Reader? Wie sieht es beim Stromverbrauch des Smartphones aus? Einer Umfrage zufolge rechnen viele mit etwa 30 Euro an Kosten für den E-Reader. Die tatsächlichen Kosten liegen aber viel niedriger.

E-Book-Reader© benjaminnolte / Fotolia.com
München - Was den Stromverbrauch von E-Book-Reader und Smartphone angeht, liegen viele Deutsche völlig daneben. Das ist ein Teilergebnis einer Umfrage von YouGov im Auftrag von Eon. Die Teilnehmer der E.ON-Umfrage tippten bei den Stromkosten für ihren E-Book-Reader auf rund 30 Euro im Jahr, beim Smartphone rechneten sie im Schnitt sogar mit deutlich mehr. Tatsächlich liegen die jährlichen Stromkosten für einen E-Book-Reader bei nur rund 30 Cent, wenn man jeden Tag eine Stunde liest, erklärt Uwe Kolks, Geschäftsführer Eon Energie Deutschland. Für das Smartphone seien es weniger als zwei Euro für die gesamte Nutzung.

Kostenvergleich: Wann rechnet sich der E-Book-Reader?

Für Tablet-Liebhaber gibt es in Punkto Kosten aber auch eine schlechte Nachricht. Entgegen der Energiekosten spielen dem Energieanbieter zufolge die Anschaffungskosten für E-Book-Reader und E-Books eine wichtige Rolle. Denn tatsächlich würden sich diese nur für echte Vielleser lohnen: Erst nach etwa 50 gelesenen Büchern habe man weniger ausgegeben, als wenn man sich die Bücher in der Printversion gekauft hätte. Die meisten Deutschen lesen der Umfrage zufolge aber bei weitem nicht so viel.

Klassische Bücher schlage digitale Medien um Längen

Bei der Umfrage gaben 14 Prozent an, im Urlaub einen E-Book-Reader dabei zu haben, vier Prozent lesen auf dem Tablet und immerhin noch zwei Prozent auf dem Smartphone. 76 Prozent der Deutschen stecken demnach ihre Nase immer noch lieber in die klassischen Print-Ausgaben statt auf digitale Geräte wie E-Book-Reader, Tablet oder Smartphone zurückzugreifen. Diese Präferenz belegen auch Zahlen des statistischen Bundesamtes zum Anteil von E-Books am deutschen Buchmarkt. 2016 machte der gerade einmal 4,6 Prozent der Umsätze aus.
Das könnte Sie auch interessieren
  • Stromrechnung

    Nachrechnen: So teuer ist der Strom für Elektrogeräte

    Den Stromverbrauch von elektronischen Geräten zu ermitteln, ist gar nicht so einfach. Schließlich steht einem zumeist nur die Wattzahl als Angabe zur Verfügung. Gaming-PC können je nachdem, wie lange gespielt wird, richtig viel Strom verbrauchen. Eine Beispielrechnung zeigt, wie man den Verbrauch ausrechnen kann.

  • Stromrechnung

    Computer & Co.: Standby kostet rund 60 Euro im Jahr

    Geräte verbrauchen auch im Standby-Betrieb Strom – das ist den meisten Verbrauchern bekannt. Tatsächlich verliert aber ein Durchschnittshaushalt rund 60 Euro im Jahr durch eigentlich inaktive Unterhaltungsmedien, so das Ergebnis einer aktuellen Studie.

  • Kündigung

    Mehr Geld für Energie als für Kleidung oder Möbel

    Für Strom und Gas geben Deutsche vergleichsweise sehr viel Geld aus. Das zeigen Auswertungen des Statistischen Bundesamtes. Dabei lassen sich in diesem Bereich nicht nur enorme Summen im Jahr sparen, auch Umwelt und Gesundheit könnten durch einfache Maßnahmen profitieren.

Top