Stromzähler

Umfrage: 60 Prozent lehnen Smart-Meter-Pflicht ab

Das Gesetz zur Einführung der Smart Meter ist vom Bundeskabinett auf den Weg gebracht worden. Für Stromkunden mit einem Verbrauch über 7.000 Kilowatt pro Jahr gilt die Pflicht zum Einbau intelligenter Stromzähler bereits ab 2017. Wie stehen die Bundesbürger zu der Regelung?

Stromuhr© XL_Rebel / fotolia.com

Hamburg (red) - 60 Prozent der Deutschen sprechen sich gegen den verpflichtenden Einbau intelligenter Stromzähler aus. Und nur jeder Dritte ist der Meinung, dass er mit einem sogenannten "Smart Meter" seine Energiekosten senken kann. Das geht aus einer YouGov-Umfrage unter 2.000 Bundesbürgern im Auftrag des Energie- und IT-Unternehmens LichtBlick hervor. Das Kabinett hat am am Mittwoch (4.11.) einen entsprechenden Gesetzentwurf verabschiedet.

Smart Meter werden 2017 eingeführt

Ab 2017 will die Bundesregierung Stromkunden mit einem Verbrauch von mehr als 7.000 Kilowattstunden pro Jahr schrittweise zu dem Einbau intelligenter Zähler verpflichten. Diese Regelung betrifft zunächst kleine und mittelständische Unternehmen sowie Haushalte mit einem überdurchschnittlichen Stromkonsum. Ebenfalls von der Regelung betroffen sind Stromerzeuger nach dem EEG, wenn die installierte Leistung über sieben Kilowatt liegt.

Ab 2020 sind auch Verbraucher mit einem Verbrauch von über 6.000 Kilowattstunden von der Regelung betroffen, bei einem Stromverbrauch unter dieser Grenze bleibt der Einbau freiwillig.

Mehrheit lehnt Mehrbelastung durch Smart Meter ab

Nach den Regierungsplänen werden Smart Meter für Haushalte zusätzlich zwischen 20 und 60 Euro pro Jahr kosten, berichtet die Lichtblick SE. 57 Prozent der Befragten lehnen der Studie zufolge diese Mehrbelastung ab. 37 Prozent würden sie akzeptieren - allerdings mehrheitlich (30 Prozent) nur dann, wenn sie gleichzeitig Geld beim Stromverbrauch sparen.

Laut der Umfrage können zudem 90 Prozent der Deutschen mit dem Begriff "Smart Meter" nichts anfangen, wenn er nicht erläutert wird.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Care Energy AG

    Konflikt um Care Energy: Tausende landen in der Ersatzversorgung

    Der Konflikt zwischen Care Energy und den Netzbetreibern setzt sich fort. Dadurch fallen weitere tausende Stromkunden in die Ersatzversorgung. Was genau bedeutet das für Betroffene?

  • Ökostromrechner

    Kabinett segnet Ökostrom-Reform ab

    Wie geht es weiter mit dem Ökostrom-Ausbau in Deutschland? Lange konnten sich Bund und Länder nicht einigen, aber nun hat sich die EEG-Reform auch ihren Weg durch das Bundeskabinett gebahnt.

  • Naturstrom

    EEG-Reform: Neue Regeln für Windenergie geplant

    Für die Windenergie wird es mit der Reform des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes im kommenden Jahr Änderungen bei der Förderung geben. Ähnlich wie es bereits für den Sonnenstrom gilt, soll die Höhe der Förderung über Ausschreibungen festgelegt werden.

  • Wechsel

    Energiewende auf Pump finanzieren

    Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner kam in Anbetracht der stetig steigenden EEG-Umlage mit einem gänzlich neuen Vorschlag auf. Zur Entlastung von Verbrauchern und Industrie sollen die Beiträge reduziert werden. Aufgelaufene Kosten könnten dann von künftigen Generationen wieder ausgeglichen werden.

  • Europa-Deutschland

    Energiewende erneut unter Brüsseler Radar

    Die Energiewende soll einer Radikalreform unterzogen werden – das zumindest könnte man angesichts der durch ein Magazin am Wochenende veröffentlichten Erkenntnisse der EU-Kommission vermuten. Dabei ging es eigentlich darum, zu prüfen, ob die Befreiung der Unternehmen von der Ökostromförderung rechtskonform seien.

Top