Einspeisevergütung

Übertragungsnetzbetreiber prognostizieren EEG-Umlage für 2010

Die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber haben die Prognose der 2010 zu erwartenden Einspeisung aus regenerativen Stromerzeugungsanlagen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sowie die daraus resultierende EEG-Umlage für das Jahr 2010 veröffentlicht.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (red) - Die Übertragungsnetzbetreiber haben im Auftrag des Gesetzgebers für 2010 nach eigenen Angaben eine EEG-Einspeisevergütung in Höhe von 12,7 Milliarden Euro ermittelt. Die ÜNB müssen diesen EEG-Strom ab 1. Januar 2010 direkt an der Börse verkaufen. Der Gegenwert des eingespeisten Stromes an der Börse liegt bei 4,5 Milliarden Euro. Die verbleibenden rund acht Milliarden Euro werden über die EEG-Umlage refinanziert. Im Folgejahr soll eine genaue Endabrechnung der eingespeisten Kilowattstunden durch die Übertragungsnetzbetreiber erfolgen.

Die EEG Umlage ist ab dem 1. Januar 2010 für jede von Letztverbrauchern bezogene Kilowattstunde zu entrichten. Wie die vier ÜNB mitteilen, bedeute dies eine Belastung für die Stromkunden von 2 Cent pro Kilowattstunde. Durch die Umlage werden EEG-Kosten nun separat ausgewiesen. Zugleich entfallen die Abnahmepflicht der Stromlieferanten für Erneuerbare Energien und die Weitergabe der daraus resultierenden Kosten an die Kunden. Die Änderung zum 1.Januar 2010 wird als ein weiterer Schritt hin zu mehr Transparenz gesehen.

Für das kommende Jahr wird erneut eine steigende Einspeisung elektrischer Energie aus regenerativen Erzeugungsanlagen prognostiziert, da die installierte Leistung aufgrund politischer Anreize auch in der Zukunft weiterhin erheblich zunehmen wird. Zugleich wirken sich sinkende Preise an der Leipziger Strombörse EEX negativ auf die Erlöse aus dem EEG-Strom aus, während die resultierende EEG-Umlage auf einen krisenbedingt rückläufigen Stromverbrauch in Deutschland verteilt werden muss.

Die Ermittlung der EEG-Umlage erfolgt auf Grund von Vorgaben des Gesetzgebers. Die für die Berechnung notwendigen Werte der EEG-Einspeisung 2010 wurden im Auftrag der vier Übertragungsnetzbetreiber von unabhängigen Gutachtern ermittelt. Die Bundesnetzagentur überwacht die Vermarktung und die Ermittlung, Festlegung, Veröffentlichung und Weitergabe der EEG-Umlage. Sie regelt die Anforderungen zur Vermarktung der EEG-Strommengen.

Für die deutschen Übertragungsnetzbetreiber sei die EEG-Wälzung im bestehenden Rahmen "mit erheblichem Risiko und hohem betrieblichen Aufwand" behaftet. Um den gesetzlichen Auftrag erfüllen zu können, seien Nachbesserungen erforderlich.

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