6 Prozent Zuwachs

Über 7.800 Beschäftigte in Erdöl- und Erdgasgewinnung

Mit 7.807 Mitarbeitern in den WEG-Mitgliedsunternehmen hat die Beschäftigung in der deutschen Erdöl- und Erdgasproduktion zur Jahresmitte einen neuen Höchststand seit Anfang der neunziger Jahre erreicht. Innerhalb eines Jahres stieg die Zahl der Beschäftigten um 6 Prozent, teilt der Wirtschaftsverband Erdöl- und Erdgasgewinnung (WEG) mit.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Hannover (red) - Vor vier Jahren sei die Zahl Arbeitsplätze in der Branche um 1.800 geringer als Mitte 2008 gewesen. Die Entwicklung ist auf die gestiegenen Aktivitäten in der Aufsuchung und Erschließung von Erdöl- und Erdgaslagerstätten zurückzuführen, die auch zu einer höheren Beschäftigung in der Dienstleister-Industrie der Branche geführt haben, so der Verband.

Schulprojekte gegen Fachkräftemangel

Der von vielen Technologiebranchen beklagte Mangel an Ingenieuren und Naturwissenschaftlern sei auch in der deutschen Erdöl- und Erdgasgewinnungsindustrie zu spüren. Deshalb habe die Branche gemeinsam mit dem Land Niedersachsen ein Kooperationsprojekt mit vier Schulen entwickelt.

Im Schuljahr 2007/2008 konnten im Rahmen dieses Projektes rund 100 Schüler im Seminarfach der gymnasialen Oberstufe praktische Einblicke in die Tätigkeit der Erdöl- und Erdgasproduktion gewinnen und ihre Facharbeiten zu Themen aus diesem Bereich anfertigen. Die Kooperation soll im nächsten Schuljahr fortgesetzt werden.

Der WEG Wirtschaftsverband Erdöl- und Erdgasgewinnung vertritt die deutschen Erdöl- und Erdgasproduzenten sowie die für diesen Bereich tätigen Dienstleister und Zulieferer. Die WEG-Mitglieder haben 2007 weltweit 14 Millionen Tonnen Erdöl und 26 Milliarden Kubikmeter Erdgas gefördert, davon aus heimischen Quellen 3,4 Millionen Tonnen Erdöl und 17 Milliarden Kubikmeter Erdgas.

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