Prognose bis 2015

UCTE warnt vor steigenden Versorgungsrisiken

In einer Prognose bis 2015 hat die Vereinigung der Europäischen Stromtransportnetzbetreiber (UCTE) bei mangelnden Investitionen vor steigenden Vorsorgungsrisiken ab 2010 gewarnt. Insbesondere Deutschland und Spanien müssten bei verstärkter Einspeisung aus erneuerbaren Energien ihr Netz ausbauen.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Brüssel (red) - Die Vereinigung der Europäischen Stromtransportnetzbetreiber (UCTE) sieht bis 2007 keine Gefahr für die Stromversorgung in Europa. Werden allerdings die notwendigen Investitionen nicht rechtzeitig durchgeführt, steigt die Gefährdung der Stromversorgung nach 2010. Das geht aus einer Prognose bis 2015 vor, die die Vereinigung bereits letzte Woche vorgelegt hat.

Laut UCTE müssten bis 2015 mindestens 30 Gigawatt zusätzliche Erzeugungskapazität installiert werden. Die vermehrte Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen, insbesondere aus Wind, birgt nach UCTE-Einschätzung zusätzliche Probleme für das Transportnetz. Vorallem Spanien und Deutschland müsse deshalb sein Transportnetz erheblich ausbauen.

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