Förderung

UBA: Landwirtschaft und Umweltschutz profitieren von Energie aus Biomasse

Zum Start der Grünen Woche in Berlin weist das Umweltbundesamt (UBA) darauf hin, dass seit der Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes vor zwei Jahren immer mehr Landwirte in Biogasanlagen investieren und – mit staatlicher Unterstützung – nachwachsende Rohstoffe wie Raps, Mais oder Getreide anbauen.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Dessau (red) - Dies hätte zwei positive Auswirkungen:Bioenergie ersetzte klimaschädliche fossile Energieträger wie Erdöl, Kohle und Erdgas und hilft ausserdem, die Abhängigkeit von Energieimporten zu senken, so Dr. Thomas Holzmann, Vizepräsident des Umweltbundesamtes (UBA).

Die neue Bundesregierung will mit erneuerbaren Energien bis 2050 die Hälfte des deutschen Energieverbrauchs decken. Der Biomasse kommt dabei eine Schlüsselrolle zu: Schon jetzt liegt ihr Anteil an der bereitgestellten Endenergie aus erneuerbaren Energien mit rund 50 Prozent vor Wind-, Wasserkraft, Photovoltaik sowie Solar- und Geothermie zusammen. "Wir machen uns auch in Zukunft für den Ausbau der energetischen Biomassenutzung stark", sagte anlässlich der Eröffnung der Grünen Woche heute in Berlin. Er betonte aber: "Produktion und Nutzung der Biomasse müssen nach den Grundsätzen der Nachhaltigkeit erfolgen und dürfen die Umwelt – etwa durch Dünge- und Pflanzenschutzmitteleinsatz – nicht zusätzlich belasten." Das UBA untersucht deshalb, unter welchen Bedingungen die energetische Nutzung der Biomasse dauerhaft umweltgerecht ist und dem Klimaschutz am meisten dient und wie die Energienutzung zu verbessern ist.

Mit etwas Sorge sieht das UBA die erhöhte Nachfrage nach Biomasserohstoffen, denn auch für Biomasse gilt: Sie steht nicht unbegrenzt zur Verfügung. Nur auf Flächen, die nicht für den Nahrungsmittelanbau, die Holzwirtschaft und die Funktionen der Ökosysteme zum Erhalt der weltweiten Lebensgrundlagen notwendig sind, sei ihre Produktion dauerhaft umweltgerecht möglich.

Die erhöhte Nachfrage werde nach Ansicht des UBA dazu führen, dass Biomasse im Zuge des weiteren Ausbaus dieser Energiequelle knapper wird und sich die Preise dafür erhöhen. Obwohl noch längst nicht alle Biomassepotenziale in Deutschland erschlossen sind, könnten deshalb künftig Importe an Bedeutung gewinnen. Würde Biomasse teurer, gefährdete dies die Wirtschaftlichkeit sowohl der industriellen als auch der energetischen Verwertung und könnte die Entwicklung eines Biomasseenergiemarktes beeinträchtigen.

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