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TÜV Süddeutschland und Osram starten Pilotprojekt mit Energiesparlampen in Moskau

Im Rahmen des europaweiten Handels mit Emissionsrechten haben Osram und TÜV jetzt ein Pilotprojekt gestartet: Eine Moskauer U-Bahn-Station wird mit Energiesparlampen ausgestattet und Osram erhält ein Zertifikat über den gesparten Kohlendioxidausstoß.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Der TÜV Süddeutschland und die Osram GmbH werden jetzt mit russischen Partnern testen, wie emissionsmindernde Lösungen finanzierbar sind: Ein Pilotprojekt mit Osram-Energiesparlampen für die Moskauer U-Bahn ist kürzlich gestartet.

Das Pilotprojekt, das vom Steinbeis Zentrum für Emissionsrechtehandel und Klimaschutz in Augsburg entwickelt und von OSRAM durchgeführt wird, läuft so ab: Osram stellt der Moskauer Metro Energiesparlampen für die U-Bahn Station "Arbatskaja" zur Verfügung. Dabei werden - im Vergleich zu den vorher verwendeten Lampen - 80 Prozent der Energie und somit Treibhausgase eingespart. Über die Lebenszeit einer Energiesparlampe gesehen, kann dies bis zu einer halben Tonne des Treibhausgases Kohlendioxid pro Lampe ausmachen. Der TÜV Süddeutschland überwacht den ordnungsgemäßen Einsatz der Energiesparlampen und teilt nach einem Jahr dem russischen Energieministerium die Menge der eingesparten Treibhausgase mit. Das Energieministerium wird daraufhin Osram ein Wertpapier ausstellen, einen sogenannten "Forward on the Assigned Amounts". Das Wertpapier kann im Jahr 2008 eingelöst werden, sobald die UNO den zwischenstaatlichen Handel mit Emissionsrechten zulässt.

Dr. Ralf Criens, Leiter Umweltschutz bei Osram, erläutert: "Unsere Produkte können einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Leider ist es nicht in allen Weltregionen möglich, die notwendigen Investitionen für hochwertige Energiesparlampen zu tätigen." Durch den Einsatz von Emissionsrechten könne zumindest ein Teil der Finanzmittel aufgebracht werden. So werde die energiesparende Technologie für den Einsatz in diesen Regionen erst erschwinglich. "Wir haben uns als erster deutscher Zertifizierer mit einer eigenen Abteilung Carbon Management Service auf die flexiblen Mechanismen des Kioto-Protokolls eingestellt", merkt Bernhard Grimm, Leiter der Abteilung "Carbon Management Service" beim TÜV Süddeutschland an.

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