Verdacht unbestätigt

TÜV-Gutachten: Kein Atommüll aus dem Ausland in Asse eingelagert

Im Atommülllager Asse ist laut einem TÜV-Gutachten kein hochradioaktiver Müll aus dem Ausland eingelagert worden. Das Gutachten liefere den Nachweis, dass die radioaktiven Substanzen zwar im Ausland eingekauft, aber erst in deutschen Einrichtungen verbraucht und damit zu Müll geworden seien, sagte der niedersächsische Umweltstaatssekretär Stefan Birkner (FDP).

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Hannover (ddp/sm) - Zudem habe die TÜV-Untersuchung ergeben, dass alle Abfälle in der Asse schwach- und mittelradioaktiv seien, sagte Birkner weiter. Am Montag soll das vom Bundesforschungsministerium und dem niedersächsischen Umweltministerium in Auftrag gegebene Gutachten vom Umweltausschuss des Landtages vorgestellt werden.

Die Grünen im niedersächsischen Landtag hatten vor einigen Wochen unter Berufung auf das Anlieferkataster für das Atommülllager gesagt, in den in der Asse eingelagerten Fässern befände sich offenbar auch Müll aus den USA und Großbritannien. Einzelne Fässer des Anlieferkatasters wiesen nach Angaben des Fraktionsvorsitzenden Stefan Wenzel sehr hohe Strahlenbelastungen auf.

In der Asse lagern in mehreren Hundert Metern Tiefe rund 126.000 Fässer mit schwach- und mittelradioaktivem Atommüll. Die Einlagerung von Atommüll wurde 1978 gestoppt.

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