Energietechnologien

TU Ilmenau will Lehrstuhl "Photovoltaik" ins Leben rufen

Die Technische Universität in Ilmenau will eine Stiftungsprofessur "Photovoltaik" ins Leben rufen. Mit dem neuen Lehrstuhl wolle die Hochschule noch stärker in den Zukunftsmarkt regenerativer Energien einsteigen, sagte ein Uni-Sprecher. Schon seit etwa 20 Jahren sei die TU in der Photovoltaik-Forschung tätig.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Ilmenau (ddp-lth/sm) - Am 27. Oktober würden die Weichen für den neuen Lehrstuhl gestellt, wenn die Universität, das Konsortium Thüringer Solarfirmen und die Ernst-Abbe-Stiftung den Stiftervertrag unterschreiben.

Der Schwerpunkt der Forschungen des neuen Lehrstuhls wird den Angaben zufolge auf der Weiterentwicklung von Silizium-Solarzellen liegen. Bereits seit 20 Jahren forscht die TU Ilmenau verstärkt auf dem Gebiet der Photovoltaik. Der Thüringer Kultusminister Bernward Müller (CDU) sagte, die Stiftungsprofessur verstärke entscheidend die bereits an der TU Ilmenau vorhandenen Forschungskompetenzen auf dem Gebiet der Energietechnologien.

Die Gesamtmittel für den Lehrstuhl werden laut Universitätssprecher mit mindestens 750.000 Euro für fünf Jahre veranschlagt. Das Stifterkonsortium der Thüringer Solarbranche und die Ernst-Abbe-Stiftung übernehmen jeweils 250.000 Euro. Der Rest wird von der TU Ilmenau getragen.

Die Stiftungsprofessur ist nach Angaben des Sprechers Bestandteil der 2007 gestarteten Thüringer Solarinitiative, die Thüringen als weltweit renommierten Forschungs- und Produktionsstandort für Solartechnik positionieren will. Schon heute würden 18 Prozent aller weltweit produzierten Solarzellen in den Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen hergestellt, wo auch 65 Prozent aller Photovoltaikunternehmen Deutschlands angesiedelt seien.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Energieversorung

    Kompromiss im Streit um Solarförderung in Sicht

    Im Streit um die Kürzung der Solarförderung zeichnet sich ein Kompromiss ab. So soll offenbar die bisherige Größenkategorie für Anlagen erhalten bleiben, die man eigentlich abschaffen wollte. Vor allem wegen des möglichen Wegfalls einer Zwischengröße gibt es in der Branche große Befürchtungen.

  • Stromtarife

    Solarbranche erhält neue Millionenförderung (Upd.)

    Die Bundesregierung will ein Sonderförderprogramm für die deutsche Solarindustrie auflegen, von dem vor allem ostdeutsche Hersteller profitieren sollen. Zudem scheint auch bei den geplanten Kürzungen noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht zu sein. Nachbesserungen bei den Subventionskürzungen gelten als wahrscheinlich.

  • Strom sparen

    Tillich: Mibrag-Verkaufspläne sind Folge verfehlter Umweltpolitik

    Der geplante Verkauf der Mitteldeutschen Braunkohlegesellschaft mbH (Mibrag) durch die amerikanischen Gesellschafter ist aus Sicht von Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) "Folge einer verfehlten deutschen und europäischen Umweltpolitik".

  • Stromtarife

    Zeitung: Mibrag steht vor Verkauf (Upd.)

    Die Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft (Mibrag) steht offenbar vor dem Verkauf. Die US-Gesellschafter URS und NRG Energy, die zu je 50 Prozent an dem Konzern beteiligt sind, wollen sich so schnell wie möglich von dem Unternehmen trennen.

  • Energieversorung

    Millioneninvestition am Photovoltaikstandort Thalheim

    Am Photovoltaikstandort Thalheim (Bitterfeld-Wolfen) steht eine Investition in dreistelliger Millionenhöhe bevor. Das norwegische Unternehmen Vetro Solar aus Kristiansand will dort nach eigenen Angaben für etwa 400 Millionen Euro ein Solarglaswerk bauen.

Top