Europäische Nummer vier

Tschechische Kartellbehörde stimmt Erwerb von Transgas durch RWE zu

Die Kartellbehörde der Tschechischen Republik hat grünes Licht für den Erwerb von 97 Prozent der Anteile am Gasversorger Transgas und bis zu 58 Prozent der Anteile an weiteren acht regionalen Gasunternehmen des Landes durch die Dortmunder RWE Gas AG gegeben. Mit 94 000 Kilometern Leitungslänge und 4,4 Millionen Endkunden steigt RWE damit zur Nummer vier in Europa auf.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Die Dortmunder RWE Gas AG hat von der Kartellbehörde der Tschechischen Republik die Genehmigung zum Erwerb von 97 Prozent der Anteile am Gasversorgungsunternehmen Transgas sowie zwischen etwa 46 und 58 Prozent der Anteile an den acht regionalen Gasversorgungsunternehmen des Landes erhalten. Die Genehmigung wurde unter Auflagen erteilt, die im wesentlichen eine Minderheitsbeteiligung der Transgas und die Aktivitäten im Wärmegeschäft betreffen. Der Angebotspreis für die Anteile an der Transgas und den Regionalgesellschaften lag bei 4,1 Milliarden Euro.

Dr. Manfred Scholle, Vorstandsvorsitzender der RWE Gas AG: "RWE Gas und Transgas ergänzen sich ausgezeichnet. Mit der Akquisition von Transgas und den Regionalversorgern erweitert RWE Gas ihre Kundenbasis auf 4,4 Millionen Endkunden und nimmt damit Rang vier in Europa ein. Damit ist RWE Gas auf die Herausforderungen des Wettbewerbs im liberalisierten europäischen Erdgasmarkt ausgezeichnet vorbereitet." Mit 94 000 Kilometern Leitungslänge wird RWE Gas zweitgrößter Pipelinebetreiber im westeuropäischen Erdgastransitgeschäft. Die jährliche Gasabgabe steigt auf fast 380 Milliarden Kilowattstunden, damit rangiert RWE Gas unter den ersten fünf integrierten europäischen Gasunternehmen.

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