Verbraucherpreise

Trotz hoher Öl- und Kraftstoffpreise geht Teuerungsrate zurück

Laut Statistischem Bundesamt ist der Verbraucherpreisindex für Deutschland im November 2004 gegenüber November 2003 um 1,8 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Oktober 2004 verringerte sich der Index somit um 0,4 Prozent. Für u.a. Strom und Fernwärme mussten die Verbraucher tiefer in die Tasche greifen.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Wiesbaden (ddp/sm) - Trotz hoher Preise für Heizöl und Kraftstoffe sind die Lebenshaltungskosten im November weniger stark gestiegen als im Vormonat. Auf Jahressicht legten die Verbraucherpreise nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um 1,8 Prozent zu, nachdem sie im Oktober noch um 2,0 Prozent gestiegen waren.

Im Monatsvergleich verbilligte sich die Lebenshaltung um 0,4 Prozent. Mit den bereits am Freitag veöffentlichten Daten bestätigte die Wiesbadener Behörde ihre vorläufige Schätzung. Damit hatten auch Volkswirte gerechnet.

Vor allem Mineralölprodukte wirkten sich im November preistreibend aus. Die Preise für Heizöl stiegen den Angaben zufolge auf Jahressicht um 26 Prozent, während sich Kraftstoffe um acht Prozent verteuerten. Diesel war mit einem Plus von 16 Prozent besonders teuer.

Deutlich billiger wurden im Jahresvergleich Telekommunikations-Produkte wie zum Beispiel Telefon- und Faxgeräte, aber auch Fotoausrüstungen. Dagegen mussten die Verbraucher für Strom und Fernwärme sowie für Gesundheitspflege und Tabakwaren tiefer in die Tasche greifen als im November 2003.

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