"Das regeln wir"

Trittin weist Kritik an Emissionshandel zurück

Der Handel mit Treibhausgasen ist das zentrale Energiewirtschaftsthema des Tages. In Berlin diskutieren derzeit Vertreter von Behörden, Organisationen und Verbänden sowie Einzelsachverständige über den Regierungsentwurf zum neuen Gesetz. Viele Verbände kritisierten die Vorschläge des Umweltministers, dieser wies die Beschwerden jedoch zurück.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Köln (ddp-nrw/sm) - Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) hat Kritik aus NRW an den Plänen für den Handel mit Zertifikaten für den Ausstoß von Treibhausgasen zurückgewiesen. Dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Montagsausgabe) sagte Trittin: "Offensichtlich kennt Harald Schartau die Vorschläge nicht. In Teilen der Stahlindustrie wird sogar das Gerücht gestreut, dass je Tonne Kohlendioxid künftig 15 bis 20 Euro fällig würden. Das ist falsch. Die Zuteilung der Emissionszertifikate ist kostenlos."

Der Düsseldorfer Wirtschaftsminister Schartau (SPD) hatte die Pläne als "nicht akzeptabel" für NRW bezeichnet und vor allem angebliche Nachteile für die Stahlindustrie kritisiert. Der Bundesumweltminister wies darauf hin, dass Stahl- und Glasindustrie, anders als etwa die Kraftwerksbranche, von der Pflicht zur Minderung ihrer Emissionen sogar ausgenommen sein soll, da der einzige Weg zur Minderung eine Verringerung der Produktion wäre: "Das wollen wir nicht."

Trittin sagte, er habe Verständnis dafür, wenn etwa ein Energieversorgungsunternehmen, das mit einem neuen Kraftwerk weiter auf Kohle setze, Rechtssicherheit für den Handel mit Zertifikaten auch über das Jahr 2012 hinaus anstrebe. "Das regeln wir", sagte Trittin zu.

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