Neues Konzept

Trittin verstärkt Forschung für Solartechnik

Um weltweit führend bei der Nutzung der Sonnenenergie zu werden, hat das Umweltministerium ein neues Konzept zur Forschungsförderung entwickelt. Ziel ist es dabei, die Kosten zu senken und die Wirkungsgrade der Produkte weiter zu erhöhen. Es sollen jährlich mehr als 25 Millionen Euro investiert werden.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Berlin (red) - Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat in der vergangenen Woche ein neues Konzept zur Forschungsförderung für die Solartechnologie vorgestellt: "Wir wollen weltweit führend in der Nutzung der Sonnenenergie werden", erläuterte Trittin bei einem Besuch des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW) in Stuttgart.

Mit knapp 25 Millionen Euro jährlich fördert das Umweltministerium derzeit Projekte zur Solartechnologieentwicklung, die Förderung soll weiter verstärkt werden. Ziel ist es dabei, die Kosten zu senken und die Wirkungsgrade der Produkte weiter zu erhöhen. Trittin: "Nur mit einer deutlich effizienteren Technik wird sich die Solarbranche im Wettbewerb behaupten können. Die Chancen stehen gut: Deutschland ist bereits jetzt nach Japan weltweit führend in der installierten Solarstromproduktion und steht in der Technologieentwicklung an der Spitze."

Das Förderkonzept "Photovoltaik-Forschung" ist Teil der Forschungsförderung des Bundes für alle Formen der erneuerbaren Energien. "Wir investieren jährlich insgesamt mehr als 60 Millionen Euro, um das Innovationspotenzial aller erneuerbaren Energien zu nutzen und so den Ausbau der Solarenergie, der Windkraft und der Geothermie voranzubringen. Nur mit einer intensiven Forschungsförderung werden wir unsere ehrgeizigen Ausbauziele erreichen", sagte Trittin.

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