4 Millionen Euro jährlich

Trittin stellt neue Solarthermie-Förderung vor

Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat heute ein neues Konzept zur Förderung der Entwicklung der solaren Wärmegewinnung vorgestellt. "Unser Ziel ist eine möglichst klimaneutrale Wärmeversorgung", sagte der Bundesumweltminister in Neckarsulm am Standort der größten Solarwärme-Anlage Deutschlands.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Mit knapp vier Millionen Euro jährlich sollen Pilotvorhaben von kombinierten Trinkwassererwärmungs- und Heizungsanlagen gefördert und neue Anwendungen für Sonnenwärme, beispielsweise in der Klimatisierung oder die Kombination von Sonnen- und Erdwärme sowie Biomasse erprobt werden.

Das neue BMU-Forschungskonzept "Solarthermie2000plus" ist Teil der Forschungsförderung des Bundes für alle Formen der erneuerbaren Energien. "Wir investieren jährlich insgesamt rund 60 Millionen Euro um das Innovationspotenzial aller erneuerbarer Energien zu nutzen, um den Ausbau der Solarenergie, der Windkraft und der Geothermie voranzutreiben. Nur mit einer intensiven Forschungsförderung werden wir unsere ehrgeizigen Ausbauziele erreichen", sagte Trittin. Ziel der Bundesregierung ist, bis 2010 mindestens zwölf Prozent des Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energien zu decken und bis 2020 ihren Anteil auf 20 Prozent zu erhöhen.

Die Stadt Neckarsulm steht derzeit beim Ausbau einer solaren Nahwärmeversorgung an der Spitze in Deutschland. Künftig soll im Ortsteil Neckarsulm-Amorbach der gesamte Wärmebedarf für Trinkwasser und Raumheizung zur Hälfte von der Sonne gedeckt werden. Die vom Bundesumweltministerium geförderte Pilotanlage besteht aus 5000 Quadratmetern Kollektorfläche sowie einem großen Erdsonden-Wärmespeicher.

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