"Photovoltaik und Design"

Trittin startet Solar-Architekturwettbewerb

Ziel des Wettbewerbs ist es, Architektur und Photovoltaiknutzung innovativ miteinander zu verbinden. Neben Preisgeldern für die Gewinner sollen ausgewählte Projekte eine Förderung als Demonstrationsvorhaben aus dem "Investitionsprogramm zur Verminderung von Umweltbelastungen" erhalten.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat in dieser Woche gemeinsam mit Vertretern der Bundesarchitektenkammer (BAK) und des Bundes Deutscher Architekten (BDA) zum bundesweiten Architekturwettbewerb "Photovoltaik und Design" aufgerufen. Der Wettbewerb soll Architekten, Planer und Bauherren dazu anregen, die gestalterischen Möglichkeiten der Photovoltaik kreativ auszuschöpfen.

Den fünf Gewinnern winken jeweils 20.000 Euro. Trittin: "Photovoltaik-Module sind viel zu schade, um sie einfallslos als reine Stromlieferanten aufs Dach zu schrauben. Sie können auch als Witterungs-, Sonnen-, Schall- und Sichtschutz sowie Wärmedämmung dienen. Dies macht sie zum idealen Gestaltungselement fuer Architektur."

Der Wettbewerb wird vom BDA und der BAK unterstützt. Beide Verbände kooperieren mit dem Bundesumweltministerium. BAK-Vizepräsident Joachim Brenncke betonte: "Die Architekten haben dabei die Aufgabe, in der Planung die Potenziale effizienter Energienutzung auszuschöpfen und in zeitgemäße Architektur umzusetzen. Der vom Bundesumweltminister ausgelobte Architekturwettbewerb Photovoltaik ist ein notwendiger, wichtiger Schritt zu mehr Vielfalt und Qualität."

Ziel des Wettbewerbs ist es, Architektur und Photovoltaiknutzung innovativ miteinander zu verbinden. Neben Preisgeldern für die Gewinner sollen ausgewählte Projekte eine Förderung als Demonstrationsvorhaben aus dem "Investitionsprogramm zur Verminderung von Umweltbelastungen" erhalten. Die Wettbewerbsbeiträge sollten sich dabei auf Planungen, auf "Projekte im Werden" und nicht auf bereits fertiggestellte Projekte beziehen. Neubauten werden dabei ebenso berücksichtigt wie Umbaumaßnahmen im Gebäudebestand. Eine Konzentration auf sich konkret in der Planung befindliche Projekte aller Gebäudearten soll die Investitionsbereitschaft fördern und Anreize zur Nachahmung schaffen.

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