Weltweit Spitze

Trittin: Solarforschung rechnet sich

Bundesumweltminister Jürgen Trittin und die KfW-Bankengruppe haben heute in Berlin Fortschritte und Erfolge der durch das Zukunftsinvestitionsprogramm der Regierung geförderten Projekte vorgestellt. Gleichzeitig kündigte Trittin die "Global Market Initiative" (GMI) an, mit die Markteinführung im Süden forciert werden soll.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (red) - Deutsche Forschungsinstitute und Unternehmen gehören weltweit zur Spitze bei der Entwicklung von solarthermischen Kraftwerken. "Forschung rechnet sich. Es ist auch ein Ergebnis unserer Forschungsförderung, dass deutsche Firmen mittlerweile die weltweit besten Solarkraftwerke anbieten", erläuterte Umweltminister Jürgen Trittin heute in Berlin. Solarthermische Kraftwerke seien in sonnenreichen Ländern die effizienteste Technik, um die Energie der Sonne direkt zu nutzen.

Mehr als zehn Millionen Euro hat das Bundesumweltministerium im Rahmen des Zukunftsinvestitionsprogramms der Bundesregierung in den letzten drei Jahren für Forschung und Entwicklung der solarthermischen Stromerzeugung bereitgestellt, teile Trittin mit. Fortschritte und Erfolge der geförderten Projekte wurden heute zum Abschluss des Programms in Berlin vom Bundesumweltministerium gemeinsam mit der KfW-Bankengruppe präsentiert. Vorgestellt wurde die sogenannte Parabolrinnentechnologie, bei der gekrümmte Spiegel in Rinnenform das Sonnenlicht zum Erzeugen von Dampf auf ein zentrales Absorberrohr fokussieren.

Außerdem wurden Forschungsvorhaben zu Solarturmkonzepten und zur Stromerzeugung mit kleinen, dezentralen solarthermischen Anlagen präsentiert. "Wir wollen neue Technologien zur Marktreife führen, neue Finanzierungsinstrumente entwickeln und den Prozess internationaler Kooperation voranbringen", sagte Trittin. Ein erster Erfolg dieser Strategie sei der für dieses Jahr vorgesehene Baubeginn des ersten kommerziellen Parabolrinnenkraftwerks Europas in Spanien durch die deutsche "Solar Millenium AG".

Zur schnelleren Markteinführung der solarthermischen Stromerzeugung hat der Bundesumweltminister die sogenannte "Global Market Initiative" (GMI) initiiert. Ziel ist, innerhalb der nächsten zehn Jahre 5000 Megawatt Kapazität solarthermische Stromerzeugung in Ländern des Südens zu installieren. Die enormen Potenziale solarthermischer Kraftwerke und erste Ergebnisse der Initiativen werden auf der im Juni stattfindenden internationalen Konferenz für Erneuerbare Energien renewables 2004 in Bonn vorgestellt.

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