Klimaschutz

Trittin: "Keine realistische Alternative zum Kyoto-Protokoll"

Die Bundesregierung sieht "schwierige, aber konstruktive Verhandlungen" in Bonn - Auch Japan strebt jetzt eine Einigung an.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Bundesumweltminister Jürgen Trittin und Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul haben heute auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in Bonn den Willen der Bundesregierung bekräftigt, alles dafür zu tun, dass es zu einem erfolgreichen Abschluss der Bonner Klimaschutz-Verhandlungen kommt.

"Die ersten Konferenztage haben gezeigt, dass sich die Verhandlungen außerordentlich schwierig, aber auch konstruktiv gestalten. Es wird substanziell verhandelt", sagte Umweltminister Trittin. Die wesentlichen politischen Fragen würden an das ab Donnerstag tagende Ministersegment weitergeleitet werden. Ziel bleibe es, das Kyoto-Protokoll nach einem erfolgreichen Abschluss des Bonner Klimagipfels zusammen mit anderen Staaten bis 2002 in Kraft zu setzen. "Für nahezu alle Staaten der Welt - auch dies wurde in den ersten Tagen deutlich - gibt es keine realistische Alternative zum Kyoto-Protokoll", sagte Trittin. Erfreulich sei, dass der japanische Premierminister klargestellt habe, dass auch Japan eine Einigung anstrebe.

Die Industrieländer, sagte Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek Zeul, seien die Hauptverursache des Klimawandels und müssten infolge dessen "vorangehen". Doch würden auch die Entwicklungsländer stärker in den Klimaschutz eingebunden. In den Jahren 1999 und 2000 habe das Entwicklungsministerium für Klimaschutzmaßnahmen in den Entwicklungsländern "weit über 800 Millionen Mark" bereit gestellt. Ein Schwerpunkt der Fördermaßnahmen haben auf erneuerbaren Energien gelegen.

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