Trittin: Industrieländer müssen beim Klimaschutz ernst machen

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com
Nach Ansicht von Bundesumweltminister Jürgen Trittin müssen die Industrieländer auf der Klimakonferenz in Den Haag klar zu erkennen geben, dass sie mit dem Klimaschutz ernst machen wollen. "Der Worte sind in vergangenen acht Jahren seit Rio genug gewechselt - angesichts der wachsenden Zahl von Indizien für den vom Menschen verursachten Klimawandel müssen konkrete Taten, das heißt vor allem echte Treibhausgas-Reduzierungen in den Industriestaaten, folgen," sagte er heute in Berlin anlässlich der Eröffnung der 6. Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention in Den Haag (Niederlande). "Obwohl die Ansichten zum Teil noch weit auseinander liegen und die Verhandlungen sich bisher schwierig gestaltet haben, besteht die Chance auf einen vernünftigen Kompromiss", betonte er. Zugleich bekräftigte er die feste Absicht Deutschlands, gemeinsam mit allen konstruktiven Kräften die Voraussetzungen für das völkerrechtlich verbindliche Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls 2002 und eine wirksame Umsetzung der darin festgeschriebenen Klimaschutzverpflichtungen für die Industrieländer zu schaffen. "Wer jetzt noch auf Schlupflöcher beim Klimaschutz setzt, macht sich mitverantwortlich für die gravierenden wirtschaftlichen und sozialen Folgen, die eine Klimaerwärmung auslösen könnte", sagte er.


Zur 6. Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention unter Vorsitz des niederländischen Umweltministers Jan Pronk werden bis zum 24. November 2000 rund 10 000 Teilnehmer aus über 180 Staaten sowie von internationalen Organisationen, Industrie- und Umweltverbänden erwartet.

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