Kritik

Trittin fordert Verbraucherwiderspruch gegen höhere Gaspreise

Der amtierende Umweltschutzminister Jürgen Trittin (Grüne) hat die abermalige Erhöhung der Gaspreise durch den Berliner Versorger Gasag scharf kritisiert. "Eine weitere Erhöhung des Gaspreises ist völlig ungerechtfertigt", sagte Trittin der "Berliner Zeitung" (Montagausgabe).

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Hier nutze ein regionaler Versorger seine Monopolstellung aus, so Trittin weiter. Daher sei es bei Gas und Strom höchste Zeit für mehr Wettbewerb in den Versorgungsnetzen.

Zuvor hatte die Gasag, angekündigt, zum Jahreswechsel aller Voraussicht nach erneut die Gaspreise anzuheben. Betroffene Kunden sollten nach Ansicht Trittins eine weitere Gaspreisrunde nicht widerstandslos hinnehmen. "Ich empfehle den Verbraucherinnen und Verbrauchern, Einspruch einzulegen", sagte Trittin. Hintergrund der Empfehlung sind unter anderem Sammelklagen, die derzeit bundesweit von Verbraucherschützern vorbereitet werden. Mit den Klagen soll der Druck auf die Gasversorger weiter erhöht werden.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Strom- und Gaspreise

    Niedrige Energiekosten entlasten Verbraucher

    Der Ölpreis ist erneut gesunken und das macht sich besonders beim Heizöl und auch an den Tankstellen bemerkbar. Aber auch Gas ist günstiger geworden und zum ersten Mal in diesem Jahrtausend ist auch der Strompreis nicht weiter gestiegen.

  • Ölbohrung

    Studie: Niedriger Ölpreis erreicht Verbraucher nicht

    Der Ölpreis beeinflusst die Kosten für viele Güter. Entweder taucht Öl als Rohstoff in vielen Produkten auf oder er dient als Treibstoff, um die Ware vom einen Ort zum anderen zu bringen. Sinken die Produktpreise zu langsam? Zwischen Branchen und Verbraucherschützern wird wegen des billigen Öls schwer diskutiert.

  • Strom sparen

    Industrie kritisiert stark gestiegene Strom- und Gaspreise

    Mit einem Maßnahmenbündel will der Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) die Energiepreise in Deutschland senken. Er forderte die Bundesregierung auf, die Bedingungen des Emissionshandels und das EEG zu überarbeiten und kassierte dafür Kritik von allen Seiten.

  • Energieversorung

    GASAG-Sammelklage: Berliner Teilnehmer vollzählig

    Ende Oktober will auch die Berliner Verbraucherzentrale eine Sammelklage gegen die Erhöhung der Gaspreise des Berliner Versorgers Gasag einreichen. Die entsprechende Teilnehmeranzahl sei jetzt erreicht, teilten die Verbraucherschützer aus der Hauptstadt jetzt mit.

  • Energieversorung

    Verbraucherzentrale will im Oktober gegen Gasversorger klagen

    Die Verbraucherzentrale Sachsen (VZS) will Mitte Oktober Klagen gegen zwei Gasversorger wegen erhöhter Lieferpreise einreichen. Zurzeit würden die Beschwerden und Briefe von rund 1500 verärgerten Gaskunden ausgewertet und die Klagen vorbereitet, sagte VZS-Juristin Bettina Dittrich auf ddp-Anfrage.

Top