Pilotprojekt

Trittin fördert Photovoltaik-Anlage in einem Agrarbetrieb in Unterfranken

Die Weiterentwicklung vom Land- zum Energiewirt wird von der Bundesregierung gefördert. Jetzt stellte das Umweltministerium 360 000 DM für eine neuartige Photovoltaik-Anlage für einen Agrarbetrieb in Unterfranken bereit.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com
Bundesumweltminister Jürgen Trittin fördert die Errichtung einer neuartigen, integrierten Photovoltaik-Anlage in einem landwirtschaftlichen Betrieb im unterfränkischen Volkach-Dimbach. Dafür werden aus dem Investitionsprogramm des Ministeriums zur Verminderung von Umweltbelastungen insgesamt 360 000 DM bereit gestellt.

Nach Ansicht von Minister Trittin zeigt dieses Vorhaben beispielhaft, wie die Förderung der erneuerbaren Energien durch die Bundesregierung gerade auch den Landwirten neue Einkommensquellen erschließt und die Agrarwirtschaft auf diese Weise zum Aufbau einer modernen Energiestruktur beitragen kann. "Das Interesse, nicht nur Landwirt zu sein, sondern auch Energiewirt zu werden, begrüße ich. Diese Entwicklung ist ein weiterer Baustein der von der Bundesregierung angestrebten Agrarwende. Darüber hinaus tragen solche Vorhaben zum Erreichen des Klimaschutzziels der Bundesregierung bei", sagte der Minister.

Die Firma Albrecht Beck beabsichtigt, auf den drei zur Verfügung stehenden Dächern ihres landwirtschaftlichen Betriebs eine Photovoltaik-Netzeinspeiseanlage zu errichten. Beispielgebend für andere Agrarunternehmen ist vor allem, dass eine neuentwickelte Wechselrichterschaltung installiert werden soll, die den Wirkungsrad der Anlage deutlich erhöht. Zugleich wird eine wesentliche Verbesserung der Stromqualität erzielt. Auch bereits bestehende Anlagen können mit der neuartigen Wechselrichterschaltung nachgerüstet werden. Der erzeugte Strom wird ins Netz eingespeist und nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz mit 99 Pfennig pro Kilowattstunde vergütet. Die Anlage ist Teil eines kommunalen Projekts mit dem Ziel, die gesamte in der Gemeinde Dimbach benötigte Energie künftig aus erneuerbaren Quellen zu gewinnen.

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