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Trittin: Europa Schrittmacher für erneuerbare Energien

Anfang Juni findet in Bonn die Weltkonferenz für erneuerbare Energien "renewables 2004" statt. Jetzt ging in Berlin eine regionale Vorbereitungsveranstaltung dazu zu Ende und Umweltminister Jürgen Trittin wertete die Ergebnisse als "klares Signal für den weltweiten Ausbau der erneuerbaren Energien". Dabei seien ambitionierte und ernst gemeinte Ziele wichtig.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Als "klares Signal für den weltweiten Ausbau der erneuerbaren Energien" wertet Bundesumweltminister Jürgen Trittin die Ergebnisse der in dieser Woche in Berlin zu Ende gegangenen Europäischen Konferenz für erneuerbare Energien. "Wir Europäer haben deutlich gemacht, dass wir beim weltweiten Ausbau der erneuerbaren Energien Initiator, Vorreiter und treibende Kraft sein wollen", sagte Trittin weiter. Die von der EU-Kommission vorbereitete Veranstaltung war eine von mehreren regionalen Vorstufen zu der Weltkonferenz für erneuerbare Energien, die vom 1. bis 4. Juni 2004 in Bonn stattfinden wird.

In den Abschluss-Empfehlungen der Konferenz wird die EU aufgefordert, ein ambitioniertes Ausbauziel für die erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2020 festzulegen. Bis zum Jahr 2020 könne der Anteil der erneuerbaren Energien am Energieverbrauch der EU auf 20 Prozent gesteigert werden. "Ambitionierte und ernst gemeinte Ziele sind wichtig, um die bestehende Dynamik des Ausbaus in Europa beizubehalten und zu verstärken", sagte Trittin.

Die Konferenz betonte auch die Bedeutung der rechtlichen Rahmenbedingungen und einer langfristig kalkulierbaren Unterstützung zur Einführung der erneuerbaren Energien. "Das ist ein zentraler Punkt für den Schritt von der Theorie zur Praxis", betonte Trittin. "Wir haben in Deutschland mit dem Modell der kostengerechten Vergütung als Grundlage des Erneuerbare-Energien-Gesetzes ein modernes Instrument zur Markteinführung von Zukunftstechnik entwickelt. Dieses Modell findet auch in Europa immer mehr Befürworter und Nachahmer", so Trittin weiter.

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