Trittin: Erster Reaktor vielleicht erst nach 2002 vom Netz

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com
Bundesumweltminister Jürgen Trittin bereitet die Grünen darauf vor, dass möglicherweise kein Atomkraftwerk noch in dieser Wahlperiode abgeschaltet wird. In einem heute in der "Saarbrücker Zeitung" erschienenen Interview sagte der Grünen-Politiker, dass man sich entscheiden müsse, was wichtiger sei: politische Symbolik oder politischer Erfolg. Dies der Partei zu vermitteln, werde allerdings keine leichte Aufgabe sein. Kaum ein anderes Thema sei in dieser Form mit emotionsgeladener Symbolik und kompromissloser Tradition belastet, sagte der Bundesumweltminister.


Die Gewerkschaft der Polizei forderte von den Grünen unterdessen einen "Transportkonsens". Trittin müsse seine Basis davon überzeugen, dass Atomtransporte auch bei einem einvernehmlichen Ausstieg aus der Kernenergie notwendig seien, sagte der GdP-Vorsitzende Norbert Spinrath der "Saarbrücker Zeitung". Transporte, die von 30.000 Polizisten geschützt werden müssten, dürften nicht Alltag werden.


Wie das strom magazin gestern berichtete (lesen Sie hier), will Bayern den Atomausstieg mit Hilfe der EU-Kommission und des Bundesverfassungsgerichts doch noch stoppen. Trittin sagte dagegen, der Ausstieg verstoße weder gegen das Grundgesetz noch gegen Europarecht. Das sei inzwischen die Position der gesamten Bundesregierung.

Das könnte Sie auch interessieren
Top