Erneuerbare Energien

Trittin eröffnet SOLAR ENERGY 2001 in Berlin

Heute eröffnete Umweltminister Trittin in Berlin die diesjährige Weltmesse für erneuerbare Energien. Noch bis zum 10. Juni können sich Interessierte dort über alle Aspekte der Zukunftstechnologien informieren.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com
Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat die Bedeutung der Erneuerbaren Energien beim Ausbau einer zukunftsfähigen Energieversorgung betont. "Als wir vor noch nicht einmal drei Jahren die Regierung übernommen haben, da hatte die letzte Solarfabrik in Deutschland gerade zugemacht. Heute gibt ein halbes Dutzend davon und im niedersächsischen Hameln entsteht gerade die nächste ", sagte Trittin stolz bei der Eröffnung der diesjährigen Weltmesse für erneuerbare Energien SOLAR ENERGY 2001 in Berlin (8. bis 10. Juni 2001).

Ziel der Bundesregierung sei, den Atomausstieg umzusetzen sowie Schritt für Schritt eine Reduktion und langfristig die Ablösung der fossilen Energieträger zu erreichen. Beim Aufbau einer zukunftsfähigen Energieversorgung stünden Energieeinsparung und bessere Energieeffizienz sowie der Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energien im Zentrum. Dies sei die Voraussetzung für einen wirksamen Klimaschutz und diene zugleich auch der Schaffung von Arbeitsplätzen. "Allein bei den erneuerbaren Energien sind in Deutschland schon etwa 70 000 Arbeitsplätze entstanden. Hier sind wir im internationalen Maßstab führend", betonte der Bundesumweltminister.

Das vergangene Jahr markiert für Trittin den Einstieg ins Solarzeitalter. Allein im Jahr 2000 wurden in Deutschland Solarstromanlagen mit einer Leistung von zusammen 40 Megawatt installiert - insgesamt waren damit Ende des Jahres 2000 Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 100 Megawatt in Betrieb. Derzeit werden in Deutschland mit Photovoltaik etwa 100 Millionen Kilowattstunden Strom im Jahr gewonnen. Dieser Wert kann dis 2010 etwa verzehnfacht werden. Dann erreicht die Fotovoltaik die Größenordnung, die heute schon die Biomasse hat oder vor zehn Jahren die Windenergie hatte. "Diese Zahlen sprechen nicht gegen Solarstrom, sondern bedeuten, dass wir uns beim Solarstrom umso mehr anstrengen müssen. Denn die Potenziale sind außerordentlich groß in Deutschland und Europa - und noch größer in südlichen Ländern", sagte Trittin.

"In nur zwei Jahren haben wir es geschafft, dem Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland eine beachtliche Dynamik zu verleihen", freute sich Trittin. Als besonders erfolgreiches und zentrales Instrument hätte sich das Erneuerbare-Energien-Gesetz vom März letzten Jahres erwiesen. Die Bundesregierung hätte mit dem Markteinführungsprogramm für erneuerbare Energien, dem 100 000 Dächer-Solarstromprogramm und neuen Forschungs- und Entwicklungsinitiativen weitere Anreize geschaffen. "Durch verlässliche Rahmenbedingungen ist somit ein sehr gutes Investitionsklima entstanden. Die Weichen für den Ausbau sind gestellt", resümierte der Umweltminister.

Das könnte Sie auch interessieren
  • erneuerbare Energien

    Warum Windanlagen-Recycling zum Problem wird

    Windanlagen produzieren klimafreundlich Strom. Bei der Entsorgung der Stahlkolosse aber fällt die Klimabilanz bisher alles andere als gut aus. Recyclingunternehmen warnen vor einer gewaltigen Anzahl an Windmühlen, die sehr bald schon verschrottet werden müssen.

  • Elektrizität

    Fehlende Netze: Reservekraftwerke kosten Millionen

    Reservekraftwerke kosteten Verbraucher 2015 nach vorläufigen Zahlen 170 Millionen Euro und der Bedarf soll im nächsten Winter noch steigen. Die Stromreserve ist laut Bundesnetzagentur noch solange notwendig, bis die Stromnetzte für den Transport von Ökostrom ausreichend ausgebaut sind.

  • Stromnetz Ausbau

    Deutschlands größte Photovoltaikanlage wird über Fonds finanziert

    In Mecklenburg-Vorpommern soll in den kommenden Jahren die größte Solaranlage Deutschlands entstehen. Der Beginn des ersten Bauabschnitts ist für Juli geplant. Ökologisch-interessierte Anleger können sich finanziell beteiligen.

  • Strom sparen

    Bündnis 90/Die Grünen: Windenergie und Naturschutz sind vereinbar

    In einer Stellungnahe zur Nutzung der Windenergie räumen die Grünen mit den Vorurteilen auf. Windanlagen gefährden weder die Tierwelt, noch bergen sie Gesundheitsrisiken für Menschen.

  • Hochspannungsmasten

    NABU: Offshore-Position der Bundesregierung positiv

    Der Naturschutzbund zeigt sich einverstanden mit den Plänen des Umweltministeriums zum Ausbau von Offshore-Windanlagen. In jedem Fall müsste der Naturschutz eine große Beachtung finden.

Top