Neue Wege

Trittin eröffnet KfW-Konferenz "Handelbare Zertifikate im Klimaschutz"

250 Experten, Entscheidungsträger und Praktiker diskutieren in Berlin neue umweltpolitische Instrumente zum Schutz des Weltklimas.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Heute eröffnete Bundesumweltminister Jürgen Trittin in Berlin die Konferenz der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) "Handelbare Zertifikate im Klimaschutz: Internationale Erfahrungen und Projekte". Dabei begrüßte Trittin die Initiative der KfW: Mit der Konferenz werde der Dialog über neue Wege im Klimaschutz gefördert.

An der Konferenz nehmen 250 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Verbänden, Wissenschaft und Umweltorganisationen teil, sowie Klimaschutzexperten aus den USA, Dänemark, den Niederlanden, dem Vereinigten Königreich, Japan, Deutschland und von der EU-Kommission. Detlef Leinberger, für Umwelt zuständiges Vorstandsmitglied der KfW, begründete die Motivation des Veranstalters, dieser Thematik ein Forum zu schaffen: Die traditionellen umwelt- und förderpolitischen Instrumente alleine reichten nicht mehr aus, um dem globalen Klimawandel entgegentreten zu können. Hieraus erklärten sich die Bemühungen auf internationaler Ebene zu einer Umsetzung der Kyoto-Mechanismen zu kommen. Bereits jetzt hätten zahlreiche Länder begonnen, Systeme handelbarer Emissionsrechte, marktfähiger Emissionsgutschriften oder grüner Zertifikate für Strom aus erneuerbaren Energien aufzubauen. Hinzu kämen freiwillige Initiativen privater Unternehmen. Leinberger bietet das Instrument handelbarer Zertifikate große Chancen für den Klimaschutz und auch wirtschaftliche Möglichkeiten für Deutschland, Europa und die Entwicklungsländer. Die KfW will sich deshalb stärker mit handelbaren Zertifikaten im Klimaschutz befassen und in diesem Rahmen spezielle Dienstleistungen, Finanzierungsinstrumente und Finanzmarktprodukte entwickeln.

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