Ab Januar 2004

Trittin erläutert Vorschaltgesetz für Fotovoltaik

Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat das neue Vorschaltgesetz für Fotovoltaik vorgestellt. Es ist der Nachfolger des 100.000 Sächer-Solarstrom-Programms und soll schon ab 1. Januar 2004 gelten. "Das auslaufende 100.000 Dächer-Solarstrom-Programm wird damit kompensiert. Die Branche erhält die dringend notwendige Investitionssicherheit und der befürchtete Fadenriss" wird vermieden."

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Erzeuger von Solarstrom sollen zukünftig 45,7 Cent pro Kilowattstunde als Grundvergütung erhalten. Dies gilt auch für große Freiflächenanlagen, soweit sie sich im Bereich eines Bebauungsplans befinden. Für Solaranlagen auf Gebäuden erhöht sich die Vergütung: Um 11,7 Cent pro Kilowattstunde bis 30 Kilowatt Leistung, um 9,3 Cent pro Kilowattstunde bei größeren Anlagen und zusätzlich um 5 Cent pro Kilowattstunde bei Fassadenanlagen.

"Mit der Fotovoltaik bauen wir in Deutschland einen neuen Zweig der industriellen Produktion auf", sagte Trittin weiter. Seit 1999 verzeichne Deutschland in der Photovoltaikbranche jährliche Wachstumsraten von 30 bis 40 Prozent und ist seit dem Jahr 2000 neben Japan weltweit führend in diesem Zweig der erneuerbaren Energien.

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