Öffentliche Diskussion

Trittin: Energiepreise könnten nach Spitzengespräch sinken

In der ARD-Sendung "Sabine Christiansen" ging es gestern um die steigenden Energiepreise. Neben Umweltminister Jürgen Trittin und dem stellvertretenden CDU-Vorsitzenden Jürgen Rüttgers diskutierten auch Verbraucherschutz-Chefin Edda Müller, Windenergieexperte Fitz Vahrenholt und VDEW-Chef Werner Brinker mit.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Der geplante Energiegipfel bei Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) kann aus Sicht von Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) zu sinkenden Preisen führen. "Ich gehe davon aus, dass die öffentliche Diskussion und auch die Notwendigkeit, zu Akzeptanz zu kommen, nicht ohne Wirkung bleiben wird", sagte Trittin am Sonntagabend in der ARD-Sendung "Sabine Christiansen".

Zwar sei es angesichts "der Heterogenität" der Meinungen unter den Unternehmen unsicher, ob "dieses Ergebnis im ersten Anlauf gelingt, aber es ist vernünftig miteinander zu reden", fügte der Minister hinzu. Das Spitzengespräch werde aber "keine einfache Veranstaltung" werden.

Der stellvertretende CDU-Vorsitzende Jürgen Rüttgers warf der Bundesregierung vor, sie habe seit 1998 "die Preise nach oben getrieben" und tue jetzt so, als habe sie mit den hohen Energiepreisen nichts zu tun. Rüttgers verwies auf die staatlichen Anteile an den Energiekosten, die inzwischen durch die Ökosteuer und die Förderung von erneuerbaren Energien sowie Heizkraftwerken 40 Prozent erreicht hätten.

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