Deutschland gut vorbereitet

Trittin: Emissionshandel startet pünktlich

Am Emissionshandel nehmen 1849 Anlagen von etwa 1200 Unternehmen teil. In den Zuteilungsbescheiden, die die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) verschickte, ist festgelegt, wie viele kostenlose Emissionsberechtigungen jede der Anlagen für die kommenden drei Jahre erhält.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Berlin (red) - Der Handel mit Emissionszertifikaten kann laut Umweltminister Jürgen Trittin pünktlich zu Beginn des neuen Jahres starten: Die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) hat allen Teilnehmern ihre Emissionsberechtigungen zugeteilt. "Die Bundesregierung hat alle Voraussetzungen für den Start des Emissionshandels geschaffen. Deutschland ist gut vorbereitet. Wir haben in nur einem Jahr ein neues marktwirtschaftliches Instrument der Umweltpolitik eingeführt. Ich bin optimistisch, dass es sich in der Praxis bewähren wird", kommentierte Trittin.

Am Emissionshandel nehmen 1849 Anlagen von etwa 1200 Unternehmen der Energiewirtschaft und der energieintensiven Industrie teil. In den Zuteilungsbescheiden ist festgelegt, wie viele kostenlose Emissionsberechtigungen jede der Anlagen für die kommenden drei Jahre erhält. Insgesamt stehen den Unternehmen Emissionsberechtigungen für 1485 Millionen Tonnen Kohlendioxid für den Zeitraum von 2005 bis 2007 zur Verfügung - 495 Millionen pro Jahr. Bei einem angenommenen Preis für ein Zertifikat von fünf Euro zu Beginn des Emissionshandels verteilt der Bund Zertifikate im Wert von über sieben Milliarden Euro an die Wirtschaft in Deutschland.

In den Zuteilungsanträgen treten insgesamt 58 verschiedene Kombinationen möglicher Zuteilungsregeln auf. 521 Anlagen nutzen die Option, eine Zuteilung anhand von Produktionsprognosen für die nächsten drei Jahre zu erhalten.

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