Trittin deutlich: "Es gibt keine Alternative zu Kioto"

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Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat an die Vereinigten Staaten appelliert, sich trotz ihrer politischen Ablehnung des Kioto-Protokolls einer Ratifizierung dieses internationalen Klimaschutz-Abkommens nicht in den Weg zu stellen. "Ich bleibe dabei, dass alle Regierungen eine besondere Verantwortung haben, nach einer Vereinbarung auf der Basis von Kioto zu suchen. Dies gilt besonders für die USA, die mit sechs Prozent der Weltbevölkerung für ein Viertel der weltweiten Treibhausgasemission verantwortlich sind", sagte Jürgen Trittin bei der Vorstellung des Berichts "Zur Lage der Welt 2001" des amerikanischen Worldwatch Institutes.


Der Jahresbericht des Worldwatch Institute ermahne und ermuntere zugleich. Eine Trendumkehr durch die Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Energieverbrauch, von wachsender Energieproduktion und Treibhausgasemission sei nötig, eine nachhaltige Wirtschaftsweise möglich. Die Förderung erneuerbarer Energien und effizienter Technologien stimuliere die wirtschaftliche Entwicklung und den Arbeitsmarkt und biete sogar wichtige Wettbewerbsvorteile. "Dies wird durch unsere eigenen Untersuchungen, etwa die vor vier Wochen präsentierte Studie der Prognos AG, Basel, bestätigt", betonte Trittin. Die Prognos-Studie kommt zu dem Ergebnis, dass durch die Umsetzung der Klimaschutzmassnahmen bis zum Jahr 2005 netto etwa 155 000 neue Arbeitsplätze entstehen können.


Trittin versprach, dass Deutschland und die Europäische Union alles daran setzen würden, den transatlantischen Dialog mit den USA über die Klimaschutzpolitik fortzusetzen. "Das Kioto-Protokoll ist das Fundament für den weltweiten Klimaschutz. Es gibt keine vernünftige Alternative dazu. Deshalb bleibt es unser Ziel, dafür zu sorgen, dass das Kioto-Protokoll im Jahr 2002 in Kraft treten kann", betonte er abschließend.

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