Neue Studie

Trittin: Bundesrat muss EEG-Novelle zustimmen

Morgen wird der Bundesrat über die EEG-Novelle entscheiden. Im Zusammenhang mit der Vorstellung einer Studie, die im Auftrag des Umweltministeriums von drei renommierten Umweltinstituten erstellt wurde, appellierte Umweltminister Trittin an die CDU-/CSU-geführte Länderkammer, dem Gesetz zuzustimmen.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Deutschland kann bis zur Mitte des Jahrhunderts knapp die Hälfte seines Energiebedarfs aus erneuerbaren Qüllen decken und zugleich fast drei Viertel der gesamten Treibhausgasemissionen einsparen. Das ist das Ergebnis einer Studie, die im Auftrag des Umweltministeriums in dreijähriger Arbeit vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Stuttgart, dem ifeu-Institut (Heidelberg) und dem Wuppertal-Institut erstellt wurde.

"Selbst wenn wir einige Sparten der erneuerbaren Energien mit Rücksicht auf Natur und Landschaft nicht überall nutzen: Das Potenzial der erneuerbaren Energien in Deutschland ist insgesamt so groß, dass dieser Verzicht ehrgeizige Ausbauziele nicht gefährdet", sagte Bundesumweltminister Jürgen Trittin in dieser Woche bei der Vorstellung der Studie in Berlin.

Bereits mittelfristig, so die Wissenschaftler, lohnt es sich aus volkswirtschaftlicher Sicht, auf Energieeinsparung, die Steigerung der Energieeffizienz und den Ausbau der erneuerbaren Energien zu setzen. Denn die meisten erneuerbaren Energien werden in 20 Jahren kostengünstiger sein als konventionelle Energien. Voraussetzung sind allerdings ehrlichere Preise im Energiebereich, resümmieren die Wissenschaftler.

Trittin forderte in diesem Zusammenhang die CDU/CSU-geführten Länder auf, die Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetz am Freitag dieser Woche im Bundesrat nicht zu verzögern. "Eine Anrufung des Vermittlungsausschusses hätte nur aufschiebende Wirkung und wäre deshalb völlig überflüssig. Die entstehende Verzögerung ginge allerdings zu Lasten der Betriebe und Menschen, die in den Branchen der erneuerbaren Energien tätig sind", machte Trittin seine Auffassung deutlich.

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