Münchner Staatskanzlei erhellen

Trittin besucht weltgrößte Fotovoltaik-Dachanlage

Kurz vor der Wahl am kommenden Sonntag hat Bundesumweltminister Trittin erneut darauf hingewiesen, dass der Ausbau regenerativer Energien ein zentraler Baustein jeder ernsthaften Klimaschutzpolitik sein müsste. Er besuchte die Messe München, auf deren Dach derzeit das weltgrößte Fotovoltaik-Dach der Welt entsteht.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Für eine konsequente Fortführung der von der Bundesregierung eingeleiteten Energiewende hat sich Bundesumweltminister Jürgen Trittin in München ausgesprochen. "Der zügige Ausbau der erneuerbaren Energien ist ein zentraler Baustein jeder ernsthaften Klimaschutzpolitik", sagte Trittin bei einem Besuch der Messe München. Dort entsteht zur Zeit die weltgrößte Fotovoltaik-Aufdachanlage der Welt.

Auf dem Dach der Messe München werden gegenwärtig Solarmodule mit mehr als einem Megawatt fotovoltaischer Spitzenleistung installiert. "Das Sonnendach der Messe München ist ein imponierendes Vorzeigeprojekt an einem Ort, der Tausende von Besuchern aus aller Welt anzieht. Es ist ein gutes Projekt am richtigen Ort", kommentierte der Umweltminister. "Zumal es mit seinem Sonnenstrom auch die Münchner Staatskanzlei erhellen wird. Deren Hausherr hat in den letzten Jahren immer wieder versucht, den Siegeszug der Solarenergie zu verhindern", so Trittin spitz.

Langfristig hätte die Fotovoltaik das Potential, rund ein Sechstel des derzeitigen Strombedarfs in Deutschland zu decken. Das sei bereits möglich, wenn nur ein Teil der geeigneten Flächen genutzt wird. "Damit ist die Erzeugung von Sonnenstrom für eine klimaschonende Energieversorgung unverzichtbar", betonte Trittin abschließend.

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