HusumWind

Trittin: Ausbau der Windenergie beschleunigen

Umweltminister Trittin bekräftigte heute auf der Branchenmesse HusumWind seinen Einsatz für den Ausbau der Windenergie. Allerdings sollen die Bedingungen für die Windenergienutzung an Standorten mit einem weit unterdurchschnittlichen Energieertrag korrigiert werden, damit die ungünstigen Bedingungen nicht durch immer größere Anlagen überwunden werden können.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Bundesumweltminister Jürgen Trittin hält am beschleunigten Ausbau der Windenergienutzung fest. "Um unsere internationale Klimaschutzverpflichtung zu erfüllen, müssen wir die Möglichkeiten der regenerativen Energien entsprechend ihrem technischen Entwicklungsstand nutzen. Dieser ist bei der Windkraft besonders weit fortgeschritten und es liegen belastbare Erfahrungen mit der Technik vor", sagte Trittin bei der Eröffnung der Branchenmesse "Husum-Wind" in Husum (Schleswig-Holstein).

Förderungskürzung bei schlechten Standorten

Mit der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes will die Bundesregierung den Ausbau der Windenergie weiter beschleunigen. Allerdings sollen die Bedingungen für die Windenergienutzung an Standorten mit einem weit unterdurchschnittlichen Energieertrag korrigiert werden, damit die ungünstigen Bedingungen dieser Standorte nicht durch immer größere Anlagen überwunden werden können. "Immer größere Anlagen an schlechten Standorten würden die Akzeptanz der Windenergie in der Bevölkerung gefährden und der Branche insgesamt am Ende einen Bärendienst leisten. Denn insbesondere der weitere Binnenlandausbau ist notwendig, um überhaupt den Schritt zur Windenergienutzung auf dem Meer gehen zu können", sagte Trittin weiter.

Verbesserte Offshore-Bedingungen

Die Förderbedingungen für die geplante Windenergienutzung auf dem Meer sollen nach dem Gesetzentwurf deutlich verbessert werden. "Von diesen Rahmenbedingungen verspreche ich mir einen deutlichen Investitionsschub in der Offshore-Entwicklung vor den deutschen Nord- und Ostseeküsten", so der Bundesumweltminister. Das liege sowohl im Interesse unserer Klimaschutzziele als auch im Interesse einer vielversprechenden wirtschaftlichen Entwicklung. "Und davon wird auch der Arbeitsmarkt profitieren", sagte Trittin.

Trittin erwartet, dass etwa ab dem Jahr 2010 der Preis für die Kilowattstunde Strom aus Strom aus Windenergie bereits günstiger sein dürfte als die konventionell erzeugte Kilowattstunde.

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