Steigende Preise

Trend zum Energiesparen nimmt zu

Nach Angaben von Energieberatern können mit einigen wenigen Umstellungen im täglichen Energieverbrauch Kosteneinsparungen im Strombereich von knapp zehn Prozent erreicht werden. Gerade in Zeiten stetig steigender Energiepreise steige das Interesse daran, hat die Energieagentur NRW festgestellt.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Wuppertal (ddp-nrw/sm) - Angesichts steigender Stromkosten erleben Rezepte zum Energiesparen derzeit in Nordrhein-Westfalen eine verstärkte Nachfrage. Gerade wenn wieder eine neue Strompreiserhöhung verkündet worden sei, würden die Anfragen an die Berater der Energieagentur NRW deutlich ansteigen, sagte Mitarbeiter Jürgen Buschmann der Nachrichtenagentur ddp in Wuppertal.

Nach Angaben von Energieberater Buschmann können mit einigen wenigen Umstellungen im täglichen Energieverbrauch Kosteneinsparungen im Strombereich von rund zehn Prozent erreicht werden. Dabei seien es viele kleine Maßnahmen mit einer an sich kleinen Summe von 10 oder 20 Euro, die in der Gesamtsumme zu der großen Einsparung führten.

So sollten die Bürger nach den Worten Buschmanns darauf achten, dass sie den Kühlschrank nicht immer auf der höchsten Kühlstufe in Betrieb haben. Bei den Geräten reiche im Durchschnitt eine Temperatur von sieben Grad Celsius - gegenüber einer Durchschnittstemperatur von fünf Grad könnten damit 15 Prozent der Energie eingespart werden.

Auch der Griff zur Energiesparlampe mache sich bezahlt. Eine Öko-Lampe mit 20 Watt Leistung liefere die gleiche Helligkeit wie eine herkömmliche Glühbirne mit 100 Watt. Zudem sei es ein Irrglaube, zu meinen, man dürfe solche Birnen nicht ausstellen, weil sie beim Wiederanstellen mehr Strom schluckten, als wenn sie stundenlang brennen würden, betonte Buschmann.

Ein weiteres Betätigungsfeld für Energiesparer sind die Stand-by-Schaltungen einiger Elektrogeräte. Nach Angaben von Buschmann könnten durch eine konsequente Ausschaltung der Geräte pro Jahr etwa zehn Euro gespart werden. Sinnvoll seien auch so genannte Power-Saver - eine Art Zwischenstecker. Die Power-Saver stellen bei längerem Nicht-Gebrauch eines Geräts dies aus.

Auch bei der Verwendung von Elektrogeräten mit Trafos sollten die Bürger aufmerksam auf den Energieverbrauch achten, verbrauchen diese doch auch dann Strom, wenn sie nicht angestellt sind. Für Trafos gebe es inzwischen aber einen Zwischenstecker, der dies verhindern könne, erklärte Buschmann.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Stromrechnung

    Sommertipp: Stromrechnung während des Urlaubs drosseln

    Die Stromrechnung kann während des Urlaubs mit ein paar einfachen Maßnahmen gesenkt werden. Am größten ist das Sparpotenzial für diejenigen, die einen elektrischen Warmwasserspeicher nutzen.

  • Smart Meter

    Stromspiegel entlarvt Energiefresser-Haushalte

    Der aktuelle Stromspiegel macht es Verbrauchern besonders leicht, den eigenen Stromverbrauch zu bewerten. Demnach liegt beispielsweise der durchschnittliche Verbrauch eines Dreipersonenhaushaltes in einer Wohnung bei 2.600 kWh Strom im Jahr. Sparsame Haushalte benötigen nur 1.700 kWh und sparen damit rund 260 Euro.

  • Stromtarife

    Initiative EnergieEffizienz: Alte Kühlgeräte austauschen

    Der alte Kühlschrank von Oma ist immernoch gut genug für die erste Studentenbude oder als Ausweichmöglichkeit im Partykeller?! Sicher, aber oftmals verbraucht er drei mal so viel Strom wie ein neues Gerät der günstigsten Effizienzklasse. Daher lohnt es sich, den Stromverbrauch im Auge zu behalten.

  • Stromnetz Ausbau

    Energieagentur: Nachfrage nach Erdgasfahrzeugen deutlich gestiegen

    In einem Interview mit ddp sprach sich der zuständige Sachbearbeiter der Energieagentur NRW, Jochem Pferdehirt, für Erdgasfahrzeuge als "einzig sinnvolle Alternative" zu Benzin- und Dieselautos aus. Sie seien umweltfreundlich und verstießen nicht gegen die Feinstaubrichtlinien der EU.

  • Energieversorung

    Energieagentur NRW: Energie-Infografiken im Internet

    Die Energieagentur NRW bietet im Internet ein neues Informationsangebot: Dort finden sich Infografiken zu den Themenfeldern Energieeffizienz, Energiepreise, Verbrauchsdaten und Emissionsdaten. Die über 50 Grafiken veranschaulichen die Entwicklung wichtiger energetischer Parameter über einen längeren Zeitraum.

Top