Klimaschutz & Emissionshandel

Treibhausgase: Der Trend zeigt in die falsche Richtung

Zwischen 2000 und 2010 sollen die Treibhausgasemissionen laut der UNO weltweit um durchschnittlich 17 Prozent ansteigen - und auch in der EU können zehn von 15 Mitgliedstaaten ihren vereinbarten Anteil am Stabilisierungsziel für Treibhausgase nicht erfüllen. Das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien informiert mittels einer Übersicht.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

In den Jahren 2000 bis 2010 muss laut dem jüngsten UNO-Report mit einem weltweiten Anstieg der Treibhausgasemissionen um im Schnitt 17 Prozent gerechnet werden. Erst Anfang Mai dieses Jahres hatte auch die Europäische Umweltagentur gemeldet, dass die Gesamtemissionen der sechs Gase in der EU, die für den globalen Klimawechsel verantwortlich gemacht werden, das zweite Jahr in Folge gestiegen sind. Die neuesten Zahlen zeigen, dass zehn von 15 Mitgliedstaaten ihren vereinbarten Anteil am Stabilisierungsziel für Treibhausgase in der EU bei weitem nicht erfüllen werden. Dies trifft auf Österreich, Belgien, Dänemark, Finnland, Griechenland, Irland, Italien, die Niederlande, Portugal und Spanien zu. Irland, Spanien und Portugal sind am weitesten davon entfernt, ihren Anteil am EU-Stabilisierungsziel für Treibhausgase zu erfüllen. Am besten steht Luxemburg dar, wie das in Münster ansässige Internationale Wirtschaftsforums Regenerative Energien (IWR) mitteilte.

Der sich abzeichnende Trend zeige, so das IWR, dass die derart organisierte Selbstverpflichtung mit festgelegten Obergrenzen auf Grund mangelnder Disziplin und fehlender Sanktionen nicht zum gewünschten Gesamtziel einer verbindlichen Verminderung von Treibhausgasen führe. Bezüglich etwaiger Alternativen nenne das Kyoto-Protokoll verschiedene Instrumente, mit denen die Ziele erreicht werden könnten - als da wären:

(1.) Joint Implementation (Anrechnung von Emissionsreduktionen aus Projekten zwischen Industrieländern)

(2.) Clean Development Mechanismen (Anrechnung von Emissionsreduktionen aus Projekten zwischen Industrie - und Entwicklungsländern)

(3.) Internationaler Emissionshandel

Beim "Internationalen Emissionshandel", der als ein zentrales Instrument zur kostengünstigen Verminderung von Treibhausgasen angesehen wird, erhalten die am Handel teilnehmenden Staaten ein Kontingent an Emissionen. Diese Menge stellt gleichzeitig die Obergrenze für den Ausstoß an Treibhausgasen in dem jeweiligen Land dar. Und genau da, so das IWR, liege wieder "ein entscheidender Knackpunkt": Die Wahl des Instruments (ob Selbstverpflichtung oder Emissionshandel) entbinde nicht von der - politischen - Einigung auf Obergrenzen und der Festlegung eines Reduktionspfades. Mit der strikten Einhaltung und Anerkennung des Reduktionspfades für Treibhausgasemissionen durch alle beteiligten Staaten stehe und falle der messbare Erfolg des Internationalen Emissionshandels. Ansonsten dürfte sich der Emissionshandel sehr bald "als zahnloser Tiger und als effektlose Beschäftigungstherapie entpuppen".

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