Atomrechtliche Vorschriften

Transport von Mox-Brennelementen ist laut Regierung sicher

Die Bundesregierung hält den Transport plutoniumhaltiger Mischoxid(Mox)-Brennelemente für sicher. Die Einhaltung der gefahrgut- und atomrechtlichen Vorschriften werde gewährleistet, heißt es in der Antwort der Regierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen im Bundestag.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin/Grohnde (ddp/red) - Die Transporte würden auf Grundlage der deutschen Vorschriften und der Empfehlungen der Internationalen Atomenergie-Organisation abgewickelt.

Die Behälter für die Mox-Brennelemente gehörten zu den sogenannten unfallsicheren Verpackungen und müssten den Auswirkungen selbst schwerster Unfälle standhalten können. Auch die Gefahr eines militärischen Missbrauchs dieser Brennelemente beurteilt die Regierung als eher gering. Nur mit hohem technischen Aufwand und großem Fachwissen könne spaltbares Material aus Mox-Brennelementen herausgelöst werden.

Nach Angaben von Umweltschützern sollen in den kommenden Monaten Mox-Elemente aus der britischen Atomfabrik Sellafield in das niedersächsische Atomkraftwerk Grohnde gebracht werden. Mehrere Städte in Norddeutschland haben den Umschlag über ihre Häfen untersagt.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Strom sparen

    Steigende Strahlenbelastung bei Brennelemente-Revision

    Eine Brennelemente-Revision geht mit einem Anstieg der Strahlenbelastung in der Umgebung des AKWs einher. Das wurde in der Antwort auf eine Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen an die niedersächsiche Landesregierung festgestellt. In Reaktion darauf wurde Besorgnis über eine verstärkte Gesundheitsgefährdung bei Revisionen geäußert.

  • Stromtarife

    Debatte: Atomsteuer versus "Energiewirtschaftsvertrag"

    Die Opposition hat der Bundesregierung vorgeworfen, bei der geplanten Atomsteuer vor den Interessen der Lobbyisten zu kapitulieren. Die Pläne seien in vier Punkten verfassungswidrig, sagte SPD-Fraktionsvize Ulrich Kelber. Politiker wie der Unions-Fraktionsvize Fuchs setzen sich offen für die Interessen der Atomindustrie ein.

  • Hochspannungsleitung

    Atomkraftwerk Grohnde geht für Revision vom Netz

    Das Atomkraftwerk Grohnde bei Hameln ist am Dienstag zur jährlichen Revision vom Netz genommen worden. Während der turnusmäßigen Wartung werden 52 Brennelemente durch neue ersetzt, wie der Stromkonzern E.ON am Dienstag mitteilte. Das AKW Grohnde besteht seit 25 Jahren.

  • Strompreise

    Demonstrationen an mehreren Endlagerstandorten

    Mehrere Hundert Atomkraftgegner haben am Sonntag an den deutschen Endlagerstandorten für einen Ausstieg aus der Kernenergie demonstriert. Dabei forderten die Demonstranten auch eine neue Endlagersuche für radioaktive Abfälle.

  • Hochspannungsleitung

    Umstrittener Atommülltransport nach Grohnde ist unterwegs

    Das für den umstrittenen Transport plutoniumhaltiger Brennelemente aus Großbritannien zum niedersächsischen Atomkraftwerk Grohnde bei Hameln vorgesehene Schiff ist nach Angaben von Umweltschützern ausgelaufen.

Top