Lumen und Kelvin

Tipps zum Kauf von Energiesparlampen

Glühbirnen werden bald schrittweise vom Markt verschwinden. Jedoch kaufen derzeit einige Verbraucher die alten Leuchten auf Vorrat. Das Umweltbundesamt rät jedoch, nicht zu den alten, stromfressenden Glühbirnen zu greifen und gibt Tipps zum Einkauf von Energiesparlampen.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Dessau-Roßlau (red) - Die herkömmlichen Glühbirnen werden ab Herbst 2010 schrittweise aus den Länden verschwinden. Mit gutem Grund, denn herkömmliche Glühbirnen sind wahrlich keine Leuchten: Sie wandeln nur etwa fünf Prozent ihrer aufgenommenen Energie in Licht um. Durch den Austausch einer normalen Glühbirne gegen eine Energiesparlampe lassen sich die Stromkosten über die gesamte Nutzungsdauer um bis zu 177 Euro senken, so das UBA.

Doch viele Verbraucher reagieren mit Hamsterkäufen auf das bevorstehende Verkaufsverbot. Das Umweltbundesamt rät jedoch, nicht länger auf das Auslaufmodell Glühbirne zu setzen, sondern moderne Energiesparlampen zu kaufen. Denn aufgrund des niedrigen Energieverbrauchs und der bis zu 15 mal längeren Lebensdauer machen ist der etwas höhere Anschaffungspreis der Energiesparlampe schnell wieder rausgeholt. Das schont den Geldbeutel und auch die Umwelt. Das Umweltbundesamt hält nun einige Tipps für den Kauf von Energiesparlampen bereit.

Lumen-Angabe zeigt Helligkeit an

Verbrauch sollten sich beim Lampenkauf nicht an den Wattangaben orientieren, sondern wichtiger sei es die Lumenangabe zu beachten, welche für die Helligkeit einer Lampe steht. Zu erkennen sei die Lumenangabe in der Regel auf der Verpackung – die Standard-60-Watt-Glühbirne besitzt beispielsweise 710 Lumen.

Die richtige Lichtfarbe wählen

Auch bei Energiesparlampen gibt es mittlerweile verschiedene Lichtfarben, diese wird in Kelvin angeben. Für eine gemütliche Wohnatmosphäre eignet sich ein warmweißes Licht mit rund 2.700 Kelvin, für den Arbeitsplatz sollte man Tageslichtweiß mit rund 6.000 Kelvin wählen.

Passende Lampe für die richtige Leuchte

Bei geschlossenen Leuchten eignen sich – wegen der größeren Lichtausbeute – Energiesparlampen mit sichtbaren Röhren ohne Ummantelung. Diese sehen in etwa aus wie gefaltete Mini-"Neonröhren". Bei offenen Leuchten reicht die Palette von der klassischen Birnen- oder Tropfenform bis zur Kerze für den Kronleuchter.

Nicht in den Hausmüll werfen

Da Energiesparlampen geringe Mengen an Quecksilber enthalten, dürfen sie unter keinen Umständen einfach im Hausmüll oder im Glascontainer entsorgt werden. Ähnlich wie man es von Altbatterien kennt, müssen entsorgt werden. Einige Händler nehmen alte Lampen zurück. Unter www.lightcycle.de können Verbraucher erfragen, wo sich die nächste Sammelstelle befindet.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Stromrechnung

    Computer & Co.: Standby kostet rund 60 Euro im Jahr

    Geräte verbrauchen auch im Standby-Betrieb Strom – das ist den meisten Verbrauchern bekannt. Tatsächlich verliert aber ein Durchschnittshaushalt rund 60 Euro im Jahr durch eigentlich inaktive Unterhaltungsmedien, so das Ergebnis einer aktuellen Studie.

  • Erde

    Revolutionierende Erfindungen: Nachhaltig und energiesparend

    Die industrielle Revolution hat neben Ihren zahlreichen technischen Fortschriften auch Probleme wie etwa Umweltverschmutzung mit sich gebracht. Doch zahlreiche Erfindungen der letzten Jahre zeigen, dass Neuheiten nicht mehr umweltbelastend sein müssen.

  • Energieversorung

    Aus für die klassische Glühbirne besiegelt

    Das Aus für die klassische Glühbirne ist auf EU-Ebene besiegelt. Die Europäische Kommission nahm zwei entsprechende Verordnungen förmlich an, wie die Behörde am Mittwoch in Brüssel mitteilte. Haushalte könnten durch den geringeren Stromverbrauch pro Jahr im Schnitt bis zu 50 Euro sparen, erklärte die Kommission.

  • Strom sparen

    EU beschließt Abschaffung der herkömmlichen Glühbirne

    Nach rund 130 Jahren ist das Aus für die herkömmliche Glühbirne in Europa besiegelt. Experten der EU-Staaten einigten sich am Montag in Brüssel darauf, Glühbirnen wegen des hohen Stromverbrauchs ab September des kommenden Jahres stufenweise vom Markt zu nehmen. Ab dem 1. September 2012 soll es nur noch Energiesparbirnen zu kaufen geben.

  • Stromtarife

    Energiesparlampen: Unterschiede bei Helligkeit und Energieverbrauch

    Die Angaben auf der Verpackung von Energiesparlampen lassen keinen zuverlässigen Rückschluss auf ihre Leuchtstärke zu. Dies ist das Ergebnis einer Stichprobe des WDR-Wirtschaftsmagazin "markt". Zudem stimme auch die angegebene Leistungsaufnahme oft nicht mit dem tatsächlichen Verbrauch überein.

Top