iPhone 5C

Tim Cook: "Wir sind nicht im Ramsch-Geschäft"

Ein Billig-iPhone war von Apple nie geplant und das Unternehmen sei nicht "im Ramsch-Geschäft", sagte Apple-Chef Tim Cook. Das iPhone 5C ist nur 100 Euro billiger als das Premium-Modell und damit teurer als man erwartet hatte.

Apple iPhone 5C© Apple

Berlin/New York (dpa/red) - "Wir hatten nie das Ziel, ein Günstig-Telefon zu bauen", sagte Apple-Chef Tim Cook in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview mit dem US-Magazin "Bloomberg Businessweek". Apple bringt an diesem Freitag erstmals zwei neue iPhone-Modelle auf den Markt. Das günstigere von ihnen, das iPhone 5c mit Plastik-Gehäuse, kostet nur 100 Euro weniger als die Top-Variante. Es ist damit deutlich teurer als von Branchenbeobachtern erwartet.

Billig-Handys sind nicht Apples Ding

"Unser Hauptziel ist es ein tolles Handy zu verkaufen und ein tolles Nutzererlebnis zu bieten, und wir haben herausbekommen wie wir das günstiger tun können", sagte Cook. Der Verlust von Marktanteilen bei billigen Smartphones bereite ihm keine schlaflosen Nächte: "Weil es einfach nicht das ist, was wir sind."

Cook ging mit den günstigen Smartphone-Modellen so hart ins Gericht wie man es sonst eher von seinem charismatischen Vorgänger Steve Jobs gewohnt war. "Ein großer Teil des Marktes ist immer Ramsch. Wir sind nicht im Ramsch-Geschäft." Stattdessen wolle er "wie verrückt" um anspruchsvollere Kunden kämpfen. Zum Glück seien beides Teile des Marktes groß genug, dass auch Apple gute Geschäfte machen könne.

Günstigere Geräte für Schwellenländer

Der Anteil von Apple am boomenden Smartphone-Markt war zuletzt auf rund 13 Prozent gesunken, während Geräte mit dem Google-Betriebssystem Android mit knapp 80 Prozent dominieren. Android-Handys kommen unter anderem von Samsung und HTC. Die Smartphone-Revolution erfasst inzwischen auch Schwellenländer, wo günstigere Geräte gefragt sind. Es wurde erwartet, dass Apples das Plastik-iPhone deutlich günstiger macht, um dort mehr Marktanteile zu erobern.

Quelle: DPA

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