Rundumschlag

Tillich: Mibrag-Verkaufspläne sind Folge verfehlter Umweltpolitik

Der geplante Verkauf der Mitteldeutschen Braunkohlegesellschaft mbH (Mibrag) durch die amerikanischen Gesellschafter ist aus Sicht von Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) "Folge einer verfehlten deutschen und europäischen Umweltpolitik".

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Dresden (ddp/sm) - Allein in diesem Jahr müsse die Mibrag für den Kauf von Verschmutzungsrechten 30 Millionen Euro aufbringen, sagte Tillich am Mittwoch in Dresden. Dieser Betrag müsse zusätzlich erwirtschaftet werden und mache der mitteldeutschen Braunkohle zu schaffen.

Es sei ein großes Problem, wenn internationale Konzerne kein Vertrauen mehr in den Energiestandort Deutschland hätten, fügte Tillich hinzu. Mit der Versteigerung der CO2-Zertifikate beginne die Investitionsgrundlage für große Teile der Energiewirtschaft wegzubrechen.

Am Dienstag war bekanntgeworden, dass sich die US-Gesellschafter URS und NRG Energy, die zu je 50 Prozent an dem Konzern beteiligt sind, offenbar von dem Unternehmen trennen wollen. Die Mibrag beschäftigt 2500 Mitarbeiter in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

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