Modellprojekt

Tiefensee übergibt Energieausweis an Essener Rathaus

Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee (SPD) hat gestern in Essen den ersten Energieausweis für das dortige Rathaus übergeben. Die Stadt Essen gehe mit gutem Beispiel voran und mache ihre Kosten für Heizung und Strom öffentlich, sagte Tiefensee.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Essen (ddp-nrw/sm) - Mit der Übergabe des Energieausweises wurde der bundesweite Feldversuch der Deutschen Energieagentur im Auftrag des Bundesbauministeriums abgeschlossen, bei dem für 42 Gebäude unterschiedlichster Nutzung Energieausweise ausgestellt wurden.

"Politik und Industrie stehen gleichermaßen vor großen Herausforderungen bei der Frage der Energieeffizienz. Steigende Energiepreise, Importabhängigkeiten, Klimaschutz, aber auch die Belastung der Bürger, Kommunen und der Wirtschaft mit hohen Betriebskosten verlangen nachhaltige Anstrengungen in diesem Bereich", betonte der Minister. Zugleich kündigte Tiefensee an, in diesem Jahr eine Novelle der Energieeinsparverordnung 2006 auf den Weg zu bringen.

Ein wichtiges Element sei die flächendeckende Einführung von Energieausweisen für bestehende Gebäude, mit der mehr Transparenz über die Energiewerte von Immobilien geschaffen wird. Dies führe zu einer "energetischen Ertüchtigung des Gebäudebestands" und sinkenden Nebenkosten, erklärte Tiefensee.

Darüber hinaus verwies der Minister auf die geplante Verbesserung der Förderbedingungen für die energetische Modernisierung von Gebäuden. Auch der Bund wolle seine etwa 2000 zivilen Liegenschaften weiter energetisch verbessern und dafür pro Jahr 120 Millionen Euro investieren, unterstrich Tiefensee.

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