Förderungen nutzen

Tiefensee: Grenze der Belastungen bei Energiekosten erreicht

Bundesbau- und Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) sieht bei den Energiekosten für den Bürger die Grenze der Belastungen erreicht. "Eine warme Wohnung oder die Tankfüllung für den Weg zur Arbeit oder zum Sportverein darf nicht zu einem Luxusgut werden", so der Minister in einem Zeitungsgespräch.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Saarbrücken/Berlin (red) - Gegenüber der "Saarbrücker Zeitung" forderte Tiefensee am Mittwoch Länder und Kommunen dazu auf, mehr Geld in die Förderung der energiesparenden Gebäudesanierung zu stecken. "Wenn man schnell etwas erreichen will für Klimaschutz und Wachstum, dann ist die Gebäudesanierung der richtige Topf für freies Geld." Er halte es auf Dauer für nicht tragbar, "dass Schulen bis zu zehn Mal mehr für Energie als für Unterrichtsmaterial ausgeben müssen". Der Bund werde seinerseits für seine Bauten zur Senkung von Energiekosten ein Modernisierungsprogramm in Höhe von 120 Millionen Euro auflegen.

Zugleich empfahl Tiefensee Immobilienbesitzern, die Fördermöglichkeiten des vor einem Jahr erfolgreich gestarteten CO2-Gebäudesanierungsprogramms zu nutzen. Die dadurch erzielten Energieeinsparungen würden die Betriebskosten senken und sich auch "positiv im Geldbeutel der Mieterinnen und Mieter bemerkbar machen", sagte der Minister.

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