Übernahme

Thüringer Verwaltung genehmigt E.on-Deal

Die Thüringer Kommunen können die Regionaltochter des Energieversorgers E.on übernehmen. Das Landesverwaltungsamt gab am Dienstag grünes Licht. Damit steht einem der bislang größten Verkäufe auf dem deutschen Energiemarkt nichts mehr im Wege. Lediglich zehn Prozent will E.on künftig behalten.

E.ON© E.ON SE

Weimar (dapd/red) - Dem Vorsitzenden des Zweckverbands, Frank Rostek, seien die Genehmigungsbescheide übergeben worden, teilte die Behörde mit. Zugleich genehmigte das Amt auch die erforderlichen Einzelkredite. Die E.on Thüringen gehöre damit mehrheitlich den Städten und Gemeinden im Freistaat.

Größter kommunaler Versorger entsteht

Der Deal gilt als einer größten Unternehmensverkäufe auf dem Energiemarkt seit Jahren. Mit dem Deal im Volumen von mehr als 900 Millionen Euro entsteht das größte kommunale Energieunternehmen Deutschlands.

Nur zehn Prozent will E.on behalten

Die Kommunen hielten bereits etwa 47 Prozent der Anteile an E.on Thüringen. Vor einigen Wochen hatte E.on mit einem von den Kommunen gegründeten Zweckverband einen Kaufvertrag über 43 Prozent der Gesamtanteile unterzeichnet. E.on wollte vorerst rund zehn Prozent am Gesamtunternehmen behalten.

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