Synergien nutzen

Thüringen will seine Energieversorgung optimieren

Thüringens Landesregierung will zur Optimierung der Energieversorgung eine Strom- und Klimastrategie erarbeiten. Damit seien derzeit mehrere Ressorts beschäftigt. Das Ergebnis soll Anfang nächsten Jahres vorgestellt werdeen, kündigte Wirtschaftsstaatssekretär Christian Juckenack an.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Erfurt (ddp-lth/sm) - Zusätzliche Ausgaben seien im Zuge dieses Strategiepapiers indes nicht geplant. Es gehe dabei unter anderem darum, Synergien bei der Stromversorgung zu nutzen. Juckenack verwies darauf, dass in Thüringen der Anteil erneuerbarer Energien an der Primärenergie bei rund 15 Prozent liege.

Ziel sei es, "Klimaanpassungsstrategien" zu entwickeln, um die vorhandenen Ressourcen besser zu nutzen. "Wir dürfen keine überzogenen Erwartungen haben, sondern müssen uns genau überlegen, wo wir Geld am effektivsten einsetzen können", fügte Juckenack hinzu. Thüringen sei dabei mit seinem vorhandenen Ingenieurs- und Maschinenbauwissen bundesweit gut positioniert.

Der Klimaforscher und ehemalige Leiter des Weltklimaforschungsprogramms der UN, Hartmut Graßl, forderte anlässlich der Erfurter Konferenz die Politik auf, entsprechende Bedingungen zu schaffen, um die Entwicklung und den Einsatz erneuerbarer Energien zu fördern. Elektrizität sei eine Voraussetzung für steigenden Wohlstand, deshalb sei die Sicherung der Stromversorgung ohne Atomenergie ein künftiger Schwerpunkt der weltweiten Forschung.

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