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Thüringen hat die niedrigsten Netzentgelte in Ostdeutschland

Die Netzentgelte Thüringer Stromversorger sind nach Angaben von Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz (CDU) die niedrigsten in Ostdeutschland. Diese Entgelte machen etwa ein Drittel des Strompreises aus und haben somit direkte Auswirkungen auf die Lebenshaltungskosten.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Erfurt (ddp/red) - Wie Reinholz am Donnerstag in Erfurt sagte, sanken die Entgelte zwischen 2003 und 2009 um 17,5 Prozent. Das gehe aus einer aktuellen Analyse des Bundesverbands der Energieabnehmer e.V. (VEA) hervor. Der Rückgang entspreche einer Ersparnis von gut 132 Millionen Euro für Haushalte und Industrie im Freistaat.

Die Netznutzungsentgelte sind den Angaben zufolge Bestandteil der Stromkosten. Ihr Anteil am Strompreis liege bei rund einem Drittel. "Niedrige Netznutzungsentgelte sind das wirksamste Mittel für ei­nen funktionierenden Wettbewerb", betonte Reinholz. In Thüringen hätten es neue Stroman­bieter daher leichter, sich auf dem Markt zu etablieren. Er rief alle Stromverbraucher dazu auf, ihren Stromtarif regelmäßig zu vergleichen und gegebenenfalls den Anbieter zu wechseln.

Reinholz führte diese Entwicklung auch darauf zurück, dass sich Thüringen von Anfang an für eine Genehmigungspflicht für Netznutzungsentgelte ein­gesetzt und die Regulierungsaufgabe der Bundesnetzagentur übertragen habe. Dadurch sei eine bundesweite Vergleichbarkeit von Unternehmens- und Kostenstrukturen gewährleistet. "Zudem gehen wir seit Jahren immer wieder auch kartellrechtlich gegen überhöhte Preise im Strom- und Gasbereich vor", sagte der Minister weiter.

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