Mit 600 000 Euro

Thüringen fördert Solaranlagen auf Kirchendächern

Das Land Thüringen hat seit 1999 Solaranlagen auf Kirchen und kirchlichen Einrichtungen mit 600 000 Euro gefördert. Insgesamt wurden 28 Kirchen unterstützt, denn gerade bei Kirchengebäuden lasse sich oft eine sinnvolle Verknüpfung von Denkmalschutz und moderner Technologie erreichen.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Erfurt (ddp-lth/sm) - Solaranlagen auf Thüringer Kirchen und kirchlichen Einrichtungen sind vom Land seit 1999 mit 600 000 Euro gefördert worden. Insgesamt seien in dieser Zeit 28 Kirchen in den Genuss der Förderung gekommen, sagte Thüringens Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz (CDU) am Freitag in Erfurt. Gerade bei Kirchengebäuden lasse sich oft eine sinnvolle Verknüpfung von Denkmalschutz und moderner Technologie erreichen, betonte er.

Das Thüringer Wirtschaftsministerium hatte sich seit 1999 am Förderschwerpunkt der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, "Kirchengemeinden für die Sonnenenergie", beteiligt und diesen auch nach seinem Auslaufen im Jahr 2001 im Freistaat fortgeführt. Mit ähnlichen Initiativen wird der Bau von Solaranlagen auf Thüringer Schulen sowie - im Rahmen der Kampagne "Sonnenklar" von Naturstiftung David und dem Landessportbund Thüringen - auf Gebäuden von Sportvereinen unterstützt.

Als bislang letzte hatte Ende 2004 die evangelisch-lutherische Kirchgemeinde Kranichfeld eine Förderzusage für den Bau einer Photovoltaikanlage erhalten. Sie entsteht auf dem nach Süden ausgerichteten Dach der rund 500 Jahre alten, denkmalgeschützten St.-Michaelis-Kirche. Die Anlage wird dort direkt in das Dach eingebaut. Über ein Großdisplay am Eingang zur Kirche soll über die Solarstromerzeugung informiert werden.

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