Steigende Strompreise

Thüringen empfiehlt strom magazin bei Strompreisvergleich

Der Thüringer Wirtschaftsstaatssekretär Roland Richwien hat den Bürgern seines Bundeslandes geraten, ihre Stromverträge genauer zu vergleichen und gegebenenfalls das Tarifmodell oder den Stromanbieter zu wechseln. Den einfachsten Überblick biete das Internet und hier insbesondere das strom magazin - empfiehlt der Politiker.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Angesichts steigender Strompreise in Deutschland hat der Thüringer Wirtschaftsstaatssekretär Roland Richwien die Verbraucher aufgefordert, ihre Stromverträge genau zu vergleichen und gegebenenfalls das Tarifmodell oder den Stromanbieter zu wechseln. "Nur ein kleiner Teil der Stromtarife unterliegt der Preisaufsicht des Wirtschaftsministeriums", erläuterte der Staatssekretär kürzlich in Erfurt. "Alle anderen Tarife werden ausschließlich von den Stromanbietern selbst festgesetzt." Falls es hier zu erheblichen Preiserhöhungen kommen sollte, stehe es dem Stromkunden frei, einen günstigeren Anbieter zu wählen.

Der einfachste Weg, sich einen Überblick über die aktuellen Stromtarife zu verschaffen, sei das Internet, wobei Richwien hier explizit das strom magazin benannte. Beim Abschluss eines neuen Stromvertrags sollte auf vollständige Preisangaben und auf eine Klausel, die weitere Kosten ausschließt, geachtet werden. Auch Wechselkosten sollten nicht akzeptiert werden, so Richwien weiter. Entwarnung gab der Wirtschaftsstaatssekretär für den Fall, dass ein Energieversorger, gleich aus welchem Grund, keinen Strom mehr liefern könne. "Dann wird der Stromkunde im Rahmen der Ersatzversorgung ohne Unterbrechung von seinem regionalen Stromanbieter weiter beliefert."

Bislang haben neben der Thüringer Energie AG (TEAG) zwölf Stadtwerke Anträge auf Anhebung der "Allgemeinen Stromtarife" gestellt, für die das Wirtschaftsministerium die Preisaufsicht hat. Diese Tarife gelten für etwa 30 Prozent aller privaten Stromkunden in Thüringen. Für die Sondertarife hätte das Wirtschaftsministerium hingegen keine Preisaufsicht. "Wenn von einigen Versorgungsunternehmen gegenüber ihren Kunden andere Aussagen gemacht werden, ist das eine bewusste Irreführung", so der Staatsekretär. Er betonte, dass die Anträge gründlich geprüft würden und versicherte: "Für Strompreise, die über dem bundesdeutschen Niveau liegen, gibt es von uns kein grünes Licht."

Das könnte Sie auch interessieren
  • enviaM

    Strompreise bei EnviaM steigen

    Die Strompreise beim Chemnitzer Versorger EnviaM steigen zum neuen Jahr. Ab Januar zahlen Privatkunden 2,17 Euro im Monat mehr, weil der Grundpreis erhöht wird. Die Arbeitspreise bleiben gleich.

  • EnBW

    EnBW: Strompreise bleiben konstant

    Die Strompreise könnten wegen der teureren EEG-Umlage im kommenden Jahr bei einigen Stromanbietern angehoben werden. Abhängig ist das von dem jeweiligen Versorger. Stromanbieter EnBW hat angekündigt, die Preise konstant halten zu wollen.

  • Strom sparen

    EV Halle statt Avacon: Verwaltungsgemeinschaft in Sachsen-Anhalt spart beim Strom

    Weil der neue Stromvertrag mit der Helmstedter Avacon eine Preissteigerung von 24 Prozent und Mehrkosten von über 5000 Euro bedeutet hätte, hat sich die Verwaltungsgemeinde "Hohe Börde" (Sachsen-Anhalt) dazu entschlossen, den Strombedarf auszuschreiben. Mit Hilfe eines Magdeburger Ingenieur-Büros wurde ein günstigerer Stromanbieter gefunden.

  • Stromtarife

    VEA: Mittelstand zahlt 18 Prozent mehr für Strom

    Der aktuelle VEA-Strompreisvergleich untersucht 50 Netzgebiete, in denen etwa zwei Drittel des deutschen Stromverbrauchs anfallen. Die günstigsten Netzgebiete sind derzeit: EWR Worms, HEAG Darmstadt und SÜWAG mit dem Versorgungsgebiet KAWAG. Die teuersten Versorger sind TEAG, Avacon (Sachsen-Anhalt), enviaM (Versorgungsgebiet MEAG), Wemag und E.DIS.

  • Hochspannungsleitung

    ares zieht einstweilige Verfügung gegen TEAG zurück

    Auch die ares-Kunden im Netzgebiet des Thüringer Energieversorgers TEAG werden mittlerweile von ihrem ehemaligen Stromanbieter mit Strom versorgt. Dagagen hatte ares nach Einleitung des Insolvenzverfahrens im Dezember eine einstweilige Verfügung beantragt, die mittlerweile aber wieder zurückgezogen wurde.

Top