Höchstwerte bei den Ergebniszahlen

Thüga Aktiengesellschaft erfolgreich bei Konzentration und Wachstum

Die Thüga hätte sich im vergangenen Jahr auf ihr Kerngeschäft in Deutschland - Beteiligungen an kommunalen Energieversorgern - konzentriert und sich deshalb von einigen Beteiligungen getrennt und neue hinzugewonnen. Die Geschäftsbilanz für das vergangene Jahr zog Vorstandsvorsitzender Dr. Dieter Nagel gestern in München.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

"Im Geschäftsjahr 2002 ist die Thüga Aktiengesellschaft bei allen Eckpunkten ihrer Strategie einen wichtigen Schritt vorangekommen." Mit diesen Worten bilanzierte der bisherige Thüga-Vorstandsvorsitzende Dr. Dieter Nagel das vergangene Geschäftsjahr.

Geiß folgt auf Nagel

Das erfolgreiche Geschäftsjahr spiegelt sich auch in den Unternehmenszahlen wider: Das Beteiligungsergebnis nahm um 22 Prozent auf 300 Millionen Euro zu und der Jahresüberschuss erreichte im Wesentlichen aufgrund von Sondererträgen einen neuen Höchstwert von 645 Millionen Euro. Für 2003 rechnet Nagel, der mit Ablauf der Hauptversammlung am 27. Juni 2003 den Vorstandsvorsitz an Armin Geiß übergibt, mit einer weiterhin guten Geschäftsentwicklung. Geiß, der seit 2001 dem Thüga-Vorstand angehört, gilt als klares Signal für die Kontinuität der erfolgreichen Thüga-Geschäftspolitik.

Neuordnung Beteiligungsportfolio

Im Zuge der Konzentration auf das Kerngeschäft hat die Thüga ihr Beteiligungsportfolio neu strukturiert. So hat sich das Unternehmen von Beteiligungen ohne kommunalen Anteilseigner getrennt (egm Erdgas Mitteldeutschland GmbH Fränkische Gas-Lieferungs-Gesellschaft mbH, HEIN GAS Hamburger Gaswerke GmbH, AVACON Beteiligungsgesellschaft mbH und E.ON Bayern AG). Ebenfalls hat die Thüga ihre Beteiligungen an Unternehmen, deren Kerngeschäft nicht die Energie- und Wasserversorgung ist, abgegeben - hierzu zählt die 100-prozentige Beteiligung an der Kabelcom Rheinhessen GmbH. Gleichzeitig konnte die Thüga Beteiligungen an kommunalen Versorgungsunternehmen in Fulda, Korbach und Würzburg hinzugewinnen und bestehende Beteiligungen zum Teil deutlich aufstocken (z. B. Gasag Berliner Gaswerke AG auf jetzt 24,9 Prozent, Erdgas Südbayern GmbH auf 50 Prozent).

1 Euro Dividende

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Thüga-Hauptversammlung vor, die Dividende um 11,1 Prozent auf 1,00 Euro € je Stückaktie anzuheben. Der Ausschüttungsbetrag steigt damit um etwa 8,7 Millionen Euro auf 86,6 Millionen Euro. Zusätzlich zu der bereits aus dem Jahresüberschuss erfolgten Dotierung der Gewinnrücklagen sollen – nach Beschluss der Hauptversammlung – aus dem Bilanzgewinn weitere 236 Millionen Euro der Gewinnrücklage zugeführt werden.

Starke Stadtwerke im Thüga-Netzwerk

Mit 126 Unternehmen der Energie- und Wasserbranche bildet die Thüga-Gruppe weiterhin die größte kommunal-orientierte Energiegruppe Deutschlands. Die gemeinsame Erarbeitung und Realisierung von Kostensenkungspotenzialen sollen die regionalen Marken in ihrer Wettbewerbsposition stärken. "Trotz der sich abzeichnenden energiepolitischen Weichenstellungen und den daraus resultierenden Marktrisiken, sind wir überzeugt, dass unsere Beteiligungsgesellschaften auch künftig ihre gute Wettbewerbsposition behaupten können", zeigte sich Dr. Nagel zuversichtlich.

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