Geplanter Stellenabbau

Teyssen soll Managementfehler eingeräumt haben

Die Zukunft des E.on-Standortes in Hannover bleibt nach der Ankündigung eines massiven Stellenabbaus weiter unklar. Konzernchef Teyssen war vor Ort, wollte sich aber nicht weiter äußern. Indes hat Teyssen offenbar auch Managementfehler eingeräumt, hieß es von Seiten des Betriebsrates.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Hannover (dapd/red) - Auch nach dem Besuch des Vorstandsvorsitzenden Johannes Teyssen bei E.on in Hannover bleibt die Zukunft des Standortes weiter unsicher. Teyssen selber machte vor Journalisten keine Angaben. Er sei in Hannover gewesen, um mit den Beschäftigten zu sprechen, sagte er.

Auch Fehler des Managements in der Vergangenheit

Demnach seien Umstrukturierungen nötig, um die Konzernaufstellung künftig zu sichern und Arbeitsplätze zu erhalten. Die Maßnahmen sollten möglichst sozialverträglich sein. Ob das bei 11.000 Arbeitsplätzen aber möglich sei, müsse man schauen, sagte die Betriebsratsvorsitzende Ines Tomko. Teyssen habe für die Situation des Unternehmens aber nicht allein die jüngsten politischen Entscheidungen verantwortlich gemacht. Es habe in der Vergangenheit auch Fehler des Managements gegeben.

E.on hat in Hannover seinen Atom-Hauptsitz

E.on hatte am Mittwoch die Pläne für einen massiven Stellenabbau bestätigt. Als Grund führte der Konzern die hohen Ertragseinbußen im Gefolge des von der Politik beschlossenen vorzeitigen Atomausstiegs an. Bei weltweit rund 80.000 Beschäftigten wäre damit jede siebte Stelle bedroht. In Hannover hat die E.on-Tochter für Kernkraft ihren Hauptsitz.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Hochspannungsleitung

    Ethikkommission: Meinungen zu Atomausstieg gehen auseinander

    In einer kontroversen öffentlichen Sitzung hat die von der Bundesregierung eingerichtete Ethikkommission zur Energiepolitik die Chancen und Risiken eines schnellen Atomausstiegs abgewogen. Bei den Kosten der Energiewende gehen die Meinungen stark auseinander.

Top