Statistik

Teurer Strom lässt Verbraucherpreise weiter steigen

Aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts zufolge, mussten die deutschen Verbraucher im Januar 2004 etwa vier Prozent mehr für Strom und etwa 1,7 Prozent mehr für Gas als im Vergleich zum Januar 2003 bezahlen. Insgesamt stieg der Verbraucherpreisindex um 1,2 Prozent.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Wiesbaden (red) - Der Verbraucherpreisindex für Deutschland ist im Januar 2004 gegenüber Januar 2003 um 1,2 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Dezember 2003 ergibt sich eine Erhöhung um 0,1 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt weiter mit. Im Dezember 2003 hatte die Jahresveränderungsrate bei 1,1 Prozent und im November bei 1,3 Prozent gelegen.

Wesentlichen Anteil an der Teuerung hatten die Auswirkungen der Gesundheitsreform. Besonders fielen die Zuzahlungen der gesetzlich Krankenversicherten für pharmazeutische Erzeugnisse, Medikamente und therapeutische Geräte sowie der Gesundheitsdienstleistungen ins Gewicht. Kompensiert wurden diese Auswirkungen der Gesundheitsreform durch rückläufige Preise für Mineralölprodukte und gegenläufige saisonbedingte Preisentwicklungen für Pauschalreisen und Ferienwohnungen: Im Jahresvergleich sanken sowohl die Preise für leichtes Heizöl (minus 7,5 Prozent) als auch die Kraftstoffpreise (minus 2,9 Prozent, darunter Diesel minus 3,1 Prozent). Ohne Mineralölerzeugnisse wäre der Gesamtindex im Januar 2004 gegenüber Januar 2003 um 1,4 Prozent gestiegen. Im Vormonatsvergleich dagegen kostete leichtes Heizöl 1,6 Prozent mehr und auch die Kraftstoffpreise stiegen gegenüber Dezember 2003 leicht.

Verbraucherfreundlich blieb im Jahresvergleich die Preisentwicklung u.a. für Informationsverarbeitungsgeräte (minus 20,3 Prozent) und Foto- und Filmausrüstungen (minus 7,5 Prozent). Mehr als im Vorjahr mussten die Verbraucher für Haushaltsenergie (darunter: Strom plus 4,0 Prozent, Gas plus 1,7 Prozent) ausgeben.

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