TESSAG hilft in Frankreich

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com
Rund 100 000 Beschäftigte mobilisierte der französische Stromversorger EdF (Electricité de France) nahezu rund um die Uhr. Doch sehr schnell wurde deutlich: Ohne fremde Hilfe waren die enormen Leitungsschäden, die der "Jahrhundert-Orkan" hinterlassen hatte, nicht in den Griff zu bekommen. Die Frankfurter TESSAG Netztechnik und Hochspannungstechnik gehörten danach zu den ersten, die Menschen und Know-how anboten. Zusammen mit den ohnehin in Frankreich tätigen TESSAG Töchtern THEPAULT und VIGILEC reparieren nun rund 280 Mitarbeiter das stark beschädigte Stromnetz des französischen Staatsunternehmens.


Die aktuellen Einsatzorte liegen in der Champagne bei Epernay (Rekonstruktion von 4 Kilometer 220 kV Hochspannungsfreileitung), im Elsass bei Colmar (7 Kilometer 380 kV Freileitung) und rund um Bordeaux, wo das Niederspannungsnetz mit 0,4 kV - 20 kV stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Dabei drängt die Zeit, denn noch immer werden viele französische Haushalte nur provisorisch versorgt. Im Einsatz ist unter anderem schwerstes Gerät mit Autokranen bis 200 Tonnen Hubkraft, 10-Tonnen-Winden, Tieflader und Bagger.


Die TESSAG Hochspannungstechnik und die Netztechnik kooperieren seit Jahren mit der EdF. Das gleiche gilt für die TESSAG Töchter THEPAULT und VIGILEC. Alle Firmen erfüllen dabei die Qualitätsnormen nach ISO 9001. Die EdF rechnet für die endgültige Rekonstruktion ihres Stromnetzes, das zu den modernsten weltweit gehört, mit einem Zeitraum von bis zu sechs Jahren.


Neben der Rekonstruktion der Freileitung koordinierte die TESSAG auch die Materiallieferungen der RWE Energie. Für die Anlieferung von mehr als 12 Kilometern isolierter Niederspannungsleitung samt Verbindungsgarnituren aus Beständen von RWE Energie kann man auf die logistische Unterstützung der französischen Armee zählen, die den Transport von der deutschen Grenze bis zu den Baustellen übernimmt.


(ots)

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