Terminhandel mit Strom an der EEX erfolgreich gestartet

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com
"Wir setzen heute den deutschen Markt unter Strom", mit diesen Worten haben die beiden Vorstände der European Power Exchange (EEX) Christian Geyer und Hans E. Schweickardt heute in Frankfurt am Main die erste deutsche Terminbörse für Strom gestartet. Innerhalb der ersten zwei Stunden haben 20 Teilnehmer aus drei Ländern Terminkontrakte mit einem Gegenwert von etwa 25 000 Megawattstunden (MWh) Strom über das Eurex-System gehandelt. Damit wurde innerhalb der ersten zwei Stunden über den Terminmarkt so viel umgesetzt, wie während eines durchschnittlichen Handelstages am EEX Spotmarkt.


Am Terminmarkt können Teilnehmer Futures auf Grundlast und Spitzenlast handeln. EnBW und das Schweizer Unternehmen deriwatt waren nach eigenen Angaben die ersten Unternehmen, die Grundlast-Futures gehandelt haben; RWE Trading und BEWAG waren nach eigenen Angaben die ersten bei Spitzenlast- Futures. E.ON Trading, Hamburgische Electricitäts-Werke (HEW) und RWE Trading sind als Designated Market Maker am Terminmarkt aktiv. Designated Market Maker stellen für mindestens 50 Prozent der Handelszeit verbindliche Orders in das System ein und erhöhen so die Liquidität beim Handel. Der EEX Terminmarkt ermöglicht Teilnehmern den Handel mit Futures. Durch Terminkontrakte können Teilnehmer ihre Positionen auf dem physischen Strommarkt absichern. Die EEX ist mit zwei Futures auf Grundlast- und Spitzenlast gestartet. Die Laufzeit der Kontrakte beträgt ein bis 18 Monate.

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