NFC

Telekom führt elektronische Geldbörse ein

Bezahlen per Smartphone gilt als Zukunftsmarkt, jetzt will auch die Telekom in dem Geschäft durchstarten. Sie setzt dabei auf ein digitales Portemonnaie mit NFC-Funk, der nicht unumstritten ist.

bezahlen© Artur Marciniec / Fotolia.com

Bonn (dpa/red) - Die Deutsche Telekom (www.t-mobile.de) macht einen neuen Anlauf, das Smartphone als elektronische Geldbörse zu etablieren. Mit dem Dienst MyWallet kann per Handy statt Bankkarte an entsprechend ausgerüsteten Kassen-Terminals gezahlt werden.

Zunächst für Samsung- und Sony-Geräte

Zunächst ist das Angebot für 18 Smartphone-Modelle von Samsung und Sony verfügbar, die den NFC-Nahfunk unterstützen. Damit hätten mehr als zwei Millionen Telekom-Kunden in Deutschland die Voraussetzung dafür, betonte Innovations-Chef Thomas Kiessling am Dienstag.

Unter den Geräten sind Modelle von Samsungs Galaxy-Familien S3 und S4 sowie das aktuelle Flaggschiff Galaxy S5 und Sonys Xperia-Reihe. Für Nutzer anderer Smartphones gibt es zunächst NFC-Sticker, die auf die Geräte geklebt werden können. Unter anderem Apple weigert sich bisher, einen NFC-Chip in seine iPhones einzubauen.

Das digitale Portemonnaie

Zum Telekom-System gehört auch eine spezielle SIM-Karte, die als sicherer Datensafe dient. In dem digitalen Portemonnaie sollen in Zukunft auch zum Beispiel Konzert-Tickets, Bonuspunkte-Karten oder Mitgliedsausweise gespeichert werden können.

In Deutschland gebe es bisher 35.000 Standorte, die Bezahlen mit NFC akzeptierten. Es sind größtenteils Ketten wie etwa Aral, Douglas, Thalia, Starbucks oder die Kaufhof-Warenhäuser. Insgesamt gibt es in Deutschland nach Branchenschätzungen über eine Million Kartenakzeptanz-Stellen - damit ist der NFC-Anteil noch relativ überschaubar. Im Sommer soll auch eine Kooperation mit dem Raststättenbetreiber Tank & Rast folgen, der 400 Kaffeeautomaten aufrüsten will.

NFC kommt nicht überall gut an

Die Bezahl-Dienstleister sind jedoch noch uneins über die Rolle von NFC. Der Kreditkarten-Riese Mastercard setzt konsequent auf die Technologie "Near Field Communication" und stellte weltweit bereits 1,6 Millionen Terminals seines Paypass-Systems für kontaktloses Bezahlen auf, die auch von der Telekom-Wallet genutzt werden. Der Online-Bezahldienst PayPal kritisiert hingegen, NFC bringe keinen Mehrwert gegenüber herkömmlichen Bankkarten und werde von anderen Technologien geschlagen werden.

Die Telekom will ihre digitale Brieftasche rasch auch international einführen, zunächst in der Slowakei und in Ungarn. In Deutschland sind auch die anderen Mobilfunk-Anbieter Vodafone, Telefónica o2 und E-Plus bereits mit Wallet-Angeboten am Markt.

Quelle: DPA

Ausführliche Infos zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
  • Internet-Tarifvergleich

    Tipps für den passenden Internettarif im September

    Den passenden Internettarif kann man nur finden, wenn man auch weiß, was man will. Nicht jeder benötigt ein Komplettpaket mit Allnet-Flat und TV-Option - andere können nicht ohne leben. Unsere Tipps zeigen die "kleinen" und die "großen" Tarife.

  • Samsung Galaxy S7 edge

    Hier kann man Samsung Galaxy S7 und S7 Edge vorbestellen

    Die neuen Samsung-Flaggschiffe Galaxy S7 und S7 Edge lassen sich bereits bei der Deutschen Telekom sowie bei Vodafone, O2 und 1&1 vorbestellen. Vorbestellern wird das Smartphone bereits drei Tage vor dem Verkaufsstart geliefert.

  • Alcatel One Touch Fire

    congstar soll erstes Firefox-Handy verkaufen (Upd.)

    Die Deutsche Telekom will die günstigen Smartphones mit dem Firefox-Betriebssystem auch in Deutschland auf den Markt bringen. Kurz nach dem Aufkommen von Gerüchten folgt die Bestätigung: Das Alcatel One Touch Fire soll im Herbst zu congstar kommen.

  • Samsung Galaxy Pocket Plus

    smartmobil: Tarif und Smartphone im Paket

    Der Mobilfunkanbieter smartmobil.de bietet zwei neue Pakettarife für Smartphone-Einsteiger an. In Kombination mit einem Tarif kommt man so günstig an ein Samsung Galaxy Pocket Plus oder ein Alcatel One Touch M'Pop.

  • o2

    o2 führt Bezahlen mit dem Handy ein

    Kunden des Mobilfunkanbieters o2 können im Geschäft bald mit der elektronischen Geldbörse bezahlen und Überweisungen von Smartphone zu Smartphone erledigen. Die Transaktionen sollen nicht nur mobil und kontaktlos, sondern auch sicher erfolgen.

Top